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Müller mahnt nach Flugpannen: "Sollte so nicht mehr passieren" | BR24

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© pa/Dpa/Ute Grabowsky

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und der defekte Regierungsflieger

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Müller mahnt nach Flugpannen: "Sollte so nicht mehr passieren"

Eine Pannenserie am Regierungsflieger hat die Afrika-Reise von Bundesentwicklungsminister Müller (CSU) überschattet. Im BR-Interview spricht der CSU-Politiker von einem "enormen Reputationsschaden". Und er schildert eine dramatische Szene an Bord.

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Bundesentwicklungsminister Gerd Müller ist erleichtert, wohlbehalten aus Sambia in Deutschland gelandet zu sein. Kurz nach seiner Rückkehr erzählte der Minister im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern2 am Samstagvormittag) vom missglückten Start im Regierungsflieger in Sambia:

"Dann gab es einen Triebwerksbrand, Rauch ist aufgestiegen und der Pilot sagte: 'Keine Chance. Wir müssen abbrechen.' Das war Glück, denn in der Luft hätten wir sofort eine Notlandung machen müssen." Bundesentwicklungsminister Gerd Müller

Die Global 5000 der Flugbereitschaft, mit der Müller nach Afrika gereist war, war zunächst am Montag wegen eines defekten Ventils in Malawi am Boden geblieben. Nach einer Reparatur am Freitagmorgen flog die Maschine von der malawischen Hauptstadt Lilongwe nach Sambia. Allerdings trat erneut ein Defekt auf, der den Heimflug Müllers unmöglich machte. Der Minister flog dann mit einer Linienmaschine aus Südafrika heim.

Der Bundesentwicklungsminister sieht nun die Luftwaffe in der Pflicht, die Regierungsflieger gründlich zu warten, um Deutschland nicht in Misskredit zu bringen: "Das sollte so nicht mehr passieren. Denn es sind ja auch andere Ministerkollegen, die Bundeskanzlerin betroffen. Und es ist auch ein enormer Reputationsschaden, denn Deutschland ist High Tech-Land und gerade die Afrikaner bauen unglaublich auf "made in Germany" und da hat natürlich so eine Panne enorme Symbolpolitik."

Nicht der reiche Onkel, der deutsche Steuergelder verteilt

Wegen der technischen Pannen musste der Bundesentwicklungsminister seinen geplanten Besuch in Namibia verschieben, bei dem es um die Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit gehen sollte. Im Interview betonte Gerd Müller, dass es zwar eine deutsch-namibische Stiftung geben wird, mit der Kultur, Ausbildung und Entwicklungskooperation in Namibia verstärkt werden soll, aber keine Entschädigungen an die Nachfahren der Herero und Nama: "Ich bin da nicht der reiche Onkel, der deutsche Steuergelder verteilt."

Nicht nur in Namibia hält es der Minister für sinnvoll, Druck auf die afrikanischen Regierungen auszuüben, denn "dort gibt es enormen Reichtum an der Spitze und 80 Prozent Armut und es kann nicht unsere Aufgabe sein, dieses Problem zu lösen."