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Müller: Firmen notfalls ab 2020 zu fairem Handel verpflichten | BR24

© dpa-Bildfunk/MESSE BERLIN - Volkmar Otto

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller

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    Müller: Firmen notfalls ab 2020 zu fairem Handel verpflichten

    Im Kampf gegen Kinderarbeit will Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) deutsche Firmen ab dem kommenden Jahr notfalls mit Gesetzen zum fairen Handel verpflichten. Das erklärte Müller zur Eröffnung der Grünen Woche in Berlin.

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    "Es darf nicht sein, dass wir weiterhin Güter nach Europa importieren, in denen ausbeuterische Kinderarbeit steckt", erklärte Bundesentwicklungshilfeminister am Freitag zur Eröffnung der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

    Wenn die Selbstverpflichtung nicht reicht, kommt ein Gesetz

    "Sollte eine freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen nicht ausreichen, kommt 2020 eine gesetzliche Regelung", kündigte er an. Müller betonte: "Wir bauen unseren Wohlstand noch viel zu oft auf dem Rücken der Menschen in Entwicklungsländern auf. Kaffee, Kakao, die Baumwolle für unsere Hemden oder Metalle für unsere Elektronikgeräte - viele alltägliche Produkte werden unter untragbaren Arbeitsbedingungen oder mit ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt."

    Verbraucher können beim Einkauf mithelfen

    Zugleich sieht der Minister die Verbraucher in der Pflicht: "Jeder Mensch kann mit seinem täglichen Einkauf etwas gegen Hunger und Kinderarbeit tun."

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    • BR24 Redaktion
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