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Mordfall Lübcke: Rechtsextremismus-Expertin fordert mehr Druck | BR24

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Das Attentat auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke war offenbar ein politischer Mord - und es gibt Zweifel an der These vom Allein-Täter. Die Politologin Andrea Röpke beschäftigt sich seit Jahren mit der rechtsextremen Szene.

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Mordfall Lübcke: Rechtsextremismus-Expertin fordert mehr Druck

Das Attentat auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke war offenbar ein politischer Mord - und es gibt Zweifel an der These vom Allein-Täter. Die Politologin Andrea Röpke beschäftigt sich seit Jahren mit der rechtsextremen Szene.

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Die Autorin und Rechtsextremismus-Expertin Andrea Röpke glaubt, dass die Zahl gewaltbereiter Rechtsextremisten in Deutschland größer ist, als von Bundesinnenminister Horst Seehofer angegeben. Der hatte gestern von etwa 12.000 gewaltbereiten Rechtsextremisten gesprochen. Dazu sagte Röpke im Interview mit der Bayern 2-radioWelt:

Ich sehe diese Einschätzung sehr kritisch, ich finde es auch nicht richtig, was er sagt. Wir haben eine noch viel weitergehende Entwicklung. Wir haben ein erweitertes Spektrum von Leuten, die Galgen mit zu Demonstrationen bringen, die befürworten, dass Politiker dran glauben müssen. Also ich glaube, diese Zahl, die Seehofer nennt, verharmlost total. Andrea Röpke, Rechtsextremismus-Expertin

Im Kampf gegen den Rechtsextremismus fordert Röpke die konsequente Anwendung bestehender Gesetze:

Die rechte Szene erfährt viel zu wenig Repressionsdruck. Wir erleben es tagtäglich: Journalisten können nicht mehr ohne Bodyguards zu Demonstrationen gehen. Warum nicht? Polizisten werden beleidigt, Todesdrohungen ausgesprochen - und die Leute kommen davon. Das geht so nicht. Wir haben diese Gesetze, und die müssen angewendet werden, konsequent. Andrea Röpke, Rechtsextremismus-Expertin