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Morddrohung gegen Siemens-Chef Kaeser | BR24

© dpa/pa/Christoph Soeder

Joe Kaeser, 1. Vorstandsvorsitzender Siemens

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    Morddrohung gegen Siemens-Chef Kaeser

    Siemens-Chef Joe Kaeser hat eine Morddrohung aus dem mutmaßlich rechtsextremen Milieu erhalten. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Deggendorf der Deutschen Presse Agentur. Dem Manager sei per E-Mail gedroht worden, "der nächste Lübcke" zu werden.

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    Die Staatsanwaltschaft Deggendorf bestätigte die Morddrohung gegen Jo Kaeser, nannte aber keine Details. Vermutlich kommt sie aus dem rechtsextremen Milieu. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf das Landeskriminalamt (LKA). berichtet, dass dem Manager per E-Mail gedroht worden sei, "der nächste Lübcke" zu werden.

    Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war Anfang Juni durch einen Kopfschuss getötet worden. Die ermittelnde Bundesanwaltschaft stuft den Mord als politisches Attentat mit rechtsextremem Hintergrund ein.

    Keine Stellungnahme von Siemens

    Siemens lehnte eine Stellungnahme zu dem Fall ab. Die Polizei stand für einen Kommentar zunächst nicht zur Verfügung. Siemens-Chef Joe Kaeser hatte vor knapp einem Jahr auf Twitter die AfD-Politikerin Alice Weidel für Äußerungen kritisiert, die er als rassistisch empfand. Er wurde dafür beschimpft und bedroht. Kaeser hatte damals in einem B5-Interview angekündigt, dass er trotzdem weiter gegen Rassismus Stellung beziehen wolle.

    Hinweise führen ins Ausland

    Dem Bericht zufolge wurde die Drohung von einer Adresse mit der Kennung "adolf.hitler@nsdap.de" abgeschickt. Die Adresse ist den Sicherheitsbehörden aus einem anderen Fall bekannt. Dennoch bleiben die Hintergründe offen: Das LKA habe darauf hingewiesen, dass es auch denkbar sei, dass der E-Mail-Domain-Server gekapert worden sei, hieß es in dem Bericht. Zudem ist von Hinweisen die Rede, die ins Ausland führen.