| BR24

 
 

Bild

Mafia-Boss Francesco "Frank" Cali - Fahndungsfoto
© BR24
© BR24

Mafia-Boss Francesco "Frank" Cali - Fahndungsfoto

Der mutmaßliche Mafia-Boss Francesco "Frank" Cali ist vor seinem Haus auf Staten Island in New York erschossen worden. Der 53-Jährige wurde am Mittwochabend (Ortszeit) von sechs Kugeln getroffen, wie die "New York Times" unter Berufung auf die Polizei meldete.

Festnahmen gebe es bislang nicht, berichtete der Sender CNN. Cali sei der erste ermordete New Yorker Gangster-Boss in mehr als drei Jahrzehnten.

1985 hatte der berüchtigte Mafioso John Gotti den damaligen Paten und Clanchef seiner eigenen Gambino-Familie vor einem Steakhouse in Manhattan erschießen lassen.

Francesco "Frank" Cali war Boss der Gambinos

"Frank" galt zuletzt als Chef des berüchtigten Gambino-Clans, der lange als größtes Verbrechersyndikat der USA angesehen wurde. In den 1990er Jahren kamen mehrere seiner Mitglieder jedoch hinter Gitter.

Darunter war auch der einstige Anführer der Familie, John Gotti, der von vielen als zweiter Al Capone angesehen wurde. Er war 1992 wegen Mordes und krimineller Geschäfte verurteilt worden und starb 2002 mit 61 Jahren im Gefängnis an Krebs.

Schlag gegen Mafia-Clans brachte "Frank" an die Macht

Bis heute sind in den USA zahlreiche Mafia-Clans aktiv. 2011 hatte das FBI den größten Schlag gegen die Mafia in jüngerer Zeit geführt. Im Morgengrauen wurden 127 Mitglieder der fünf größten New Yorker Mafia-Familien, der Gambinos, Bonannos, Genoveses, Colombos und Luccheses verhaftet.

Als Folge dieses Zugriffs war später "Frank" Cali Boss und Pate der Gambinos geworden.

Mafia-Boss Francesco "Frank" Cali auf einem Fahndungsfoto der italienischen Polizei

Mafia-Boss Francesco "Frank" Cali auf einem Fahndungsfoto der italienischen Polizei