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Bebe Zartcreme

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    Mogelpackung des Jahres

    In einer Online-Abstimmung der Verbraucherzentrale Hamburg haben 32,6 Prozent für das Produkt gestimmt. Mehr als 26.000 Konsumenten beteiligten sich an der Abstimmung.

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    Bei der Bebe Zartcreme hat der Hersteller Johnson & Johnson im vergangenen Jahr die Füllmenge den Angaben nach deutlich verringert: von 250 auf 150 Milliliter, von 75 auf 50 Milliliter sowie von 30 auf 25 Milliliter. Da die Dosengröße in zwei der Fälle sogar gleich geblieben sei, sei der geschrumpfte Inhalt kaum aufgefallen, heißt es bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Füllmengenreduzierung, die teilweise mit Preiserhöhungen durch den Handel einherging, führte zu einer Preissteigerung von bis zu 84 Prozent, wie es weiter heißt.

    Kaffeekapseln und Ketchup auch "prämiert"

    Auf den zweiten Platz mit 25,4 Prozent folgen die Kaffeekapseln Tassimo Latte macchiato classico von Jacobs Douwe Egberts. Neben der geringeren Füllmenge wird hier zudem „Qualitätsdumping“ kritisiert. Statt echter Milch verwende der Konzern jetzt Mogelmilch, die nur noch aus einzelnen Milchbestandteilen bestehe, so die Kritik der Verbraucherschützer.

    Auf dem dritten Platz mit 20,2 Prozent sind die Kopfsteherflaschen von Heinz Curry Ketchup gelandet. Bei leicht erhöhtem Preis sind in den Flaschen statt 500 nur noch 400 Milliliter enthalten. Die versteckte Preiserhöhung betrage bis zu 28 Prozent. 

    Preis 2013 ins Leben gerufen

    Die Verbraucherzentrale Hamburg verleiht den Negativpreis Mogelpackung des Jahres seit 2013. An der Wahl 2016 nahmen insgesamt 26.132 Verbraucher teil, sechs Mal so viele wie im vergangenen Jahr.