Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Mittenwald: Polizei schnappt Schleuser nach Verfolgungsfahrt | BR24

© Fabian Stoffers

Das Blaulicht eines Polizeiautos

Per Mail sharen
Teilen

    Mittenwald: Polizei schnappt Schleuser nach Verfolgungsfahrt

    Beamte der Bundespolizei haben am Sonntag einen mutmaßlichen Schleuser nach einer wilde Verfolgungsfahrt auf der B2 bei Mittenwald gestellt. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Als am Sonntag in der Nacht ein Fahrzeug mit Berliner Kennzeichen auf der Bundesstraße am Grenzübergang bei Mittenwald einer Kontrolle unterzogen werden sollte, beschleunigte das Auto unvermittelt. Der Fahrer reagierte nicht auf die Anhaltesignale der Bundespolizisten.

    Deshalb nahmen sie die Verfolgung auf und versuchten, sich vor den Pkw zu "setzen". Sie wurden aber bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 km/h durch wilde Ausweichmanöver des Verfolgten am Überholen gehindert.

    Mit Unterstützung weiterer Polizeistreifen gelang es schließlich, den völlig überbesetzten Van zu stoppen.

    Vermutliche Schleusung von Italien nach Deutschland

    In dem Siebensitzer befanden sich insgesamt elf Personen, darunter fünf Kinder. Es gab keine Kindersitze und die meisten Mitfahrer waren nicht angeschnallt.

    Der 28-Jährige am Steuer des Wagens, ein Syrer, konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Alle weiteren Insassen führten jedoch keinerlei Dokumente mit.

    Sie gaben an, ursprünglich aus Syrien und dem Irak zu stammen. Laut ersten Erkenntnissen handelt es sich um eine organisierte Tour von Italien nach Deutschland. Davon wollte der mutmaßliche Schleuser jedoch nichts wissen und sprach lediglich von einer zufälligen Begegnung.

    Mutmaßlicher Schleuser in Untersuchungshaft

    Die Bundespolizei Rosenheim ermittelt gegen den Fahrzeugführer wegen Einschleusens von Ausländern unter lebensgefährdenden Umständen. Er wurde in München einem Richter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft des Syrers an.

    Ein Großteil seiner Mitfahrer konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vorerst einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet werden. Dort wird über ihren weiteren Verbleib in der Bundesrepublik entschieden. Zwei 19 und 21 Jahre alte Männer wurden nach Österreich zurückgewiesen.