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Skifahrer am Sonntag, 27. Dezember 2020, am Kasberg in Grünau im Almtal.

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    Mitten im Lockdown: Run auf Skipisten in Österreich

    Trotz des erneuten Lockdowns in Österreich fahren im Nachbarland weiter viele Skilifte. Die Folge: Ein Riesenandrang am Wochenende und Verkehrschaos. Einige Skigebiete mussten deshalb die Notbremse ziehen.

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    • BR24 Redaktion

    Andrang und teils Verkehrschaos in den Wintersportregionen Österreichs: Am Samstag hieß es noch von einer Sprecherin der Skigebiete Hochkar und Ötscher, die Gäste seien diszipliniert. Die Covid-19-Regeln mit Masken und Abständen seien weitgehend befolgt worden. Doch Disziplin allein scheint in Zeiten des Lockdowns nicht immer ausreichend zu sein. So warnte Kanzler Sebastian Kurz gar vor einer dritten Welle.

    Einige Skigebiete sperrten wieder zu

    Trotz dieser Warnungen gab es am Wochenende einen Riesenandrang bei den geöffneten Skigebieten. Bei strahlendem Sonnenschein kam es zu großen Verkehrsstaus, dass einige die Notbremse zogen und den Zutritt sperrten.

    Das Bodental in Kärnten, das Winterwandern und Langlauf bietet, blieb nach dem Ansturm von Samstag am Sonntag geschlossen, ebenso die Rodelwiesen in Semmering rund 100 Kilometer südwestlich von Wien. In Damüls in Vorarlberg, rund 70 Kilometer südlich von Lindau am Bodensee, musste eine zu große Menschenansammlung aufgelöst werden.

    Viele Skigebiete praktisch nur für Einheimische geöffnet

    In Österreich sind viele Skigebiete geöffnet, allerdings praktisch nur für Einheimische. Für Anreisende aus dem Ausland gilt eine zehntägige Quarantänepflicht, was die meisten Touristen abschreckt. Zudem sind die besonders wirksamen FFP2-Masken als Mund- und Nasenschutz für alle Skifahrer über 14 Jahre vorgeschrieben, die Gondeln oder Lifte benutzen oder anstehen müssen.

    Das Gedränge in Damüls entstand wegen Schneemangels in benachbarten Gebieten, teilte Andreas Gapp, Chef der Vorarlberger Seilbahnen, mit. "Wir haben hieraus gelernt und werden schnellstmöglich unsere Konzepte anpassen."

    Der Seilbahn-Betreiber zog ansonsten eine positive Bilanz der Weihnachtstage: "Die Leute tragen die FFP2-Maske, halten Abstand und akzeptieren die Gastronomieregeln", sagte auch er.

    Teilweise Feuerwehr-Zufahrten versperrt

    Im Bodental und am Semmering waren es "massenhaft am Straßenrand parkende Fahrzeuge", die die Behörden alarmierten. Teils sei die Zufahrt von Feuerwehr- oder Rettungswagen behinderten gewesen, hieß es. Hunderte Ausflügler seien dann unterwegs und die Corona-Abstandsregeln nicht mehr zu gewährleisten gewesen.

    Semmering hatte am ersten Weihnachtstag noch vergeblich versucht, die Zahl der Rodler mit Absperrgittern zu begrenzen. Beide Gemeinden schlossen die Zufahrten am Sonntag ganz.

    Die Semmering-Hirschenkogel-Bergbahnen fuhren aber weiter. Skigäste, die online gebucht hatten, konnten sie nutzen. Die Seilbahnen haben ihre maximale Gästeanzahl wegen der Corona-Abstandsregeln auf weniger als die Hälfte reduziert.

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