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Mit einem Tag Verspätung: Klimagipfel erzielt doch noch Einigung | BR24

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Klimagipfel in Kattowitz findet doch noch Einigung

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Mit einem Tag Verspätung: Klimagipfel erzielt doch noch Einigung

Die Teilnehmer der Weltklimakonferenz haben sich doch noch geeinigt: Sie verständigten sich auf Regeln, mit denen die Erderwärmung unter zwei Grad gehalten werden soll. So sollen die jeweiligen nationalen Beiträge vergleichbar gemacht werden.

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Drei Jahre nach der Einigung auf das Pariser Klimaabkommen haben fast 200 Staaten gemeinsame Regeln für die praktische Umsetzung beschlossen. Der Chef der UN-Klimakonferenz in Polen, Michal Kurtyka, besiegelte den Kompromiss des Plenums am Samstag in Kattowitz mit einem Hammerschlag. Ziel des Abkommens ist, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Dafür muss der Ausstoß von Treibhausgasen etwa aus der Verbrennung von Kohle und Öl in den kommenden Jahren drastisch reduziert werden.

Einigung auf Transparenzregeln und CO2-Standards

Unter anderem einigte sich der Gipfel auf Transparenzregeln und Standards zur CO2-Erfassung, damit die Klimaschutz-Anstrengungen der Staaten miteinander vergleichbar sind. Insbesondere ein Streit um Berechnungsverfahren beim Emissionshandel hatte den Abschluss verzögert.

Kurtyka sagte, bei den Klimaverhandlungen gehe es nicht um nationale Interessen, sondern einen Sinn für Menschlichkeit und die Verantwortung für kommende Generationen. Die Beschlüsse seien "1000 kleine Schritte nach vorne. Sie können stolz sein." Die Verhandlungen sollten eigentlich am Freitag enden, zogen sich aber hin bis durch die Nacht. Sitzungen wurden immer wieder verschoben. Die Entscheidung fiel schließlich erst einen ganzen Tag später - was für Klimagipfel aber nichts Ungewöhnliches ist.

Ein Tag Verspätung nach zwei Wochen Beratungen

Vertreter aus 196 Staaten und der EU hatten in Polen zwei Wochen lang um die Regeln gerungen, nach denen Staaten künftig über ihre Pläne und Fortschritte im Klimaschutz berichten sollen. Vergleichbarkeit und Transparenz sind wichtig, da das Pariser Abkommen auf gegenseitigem Vertrauen beruht und keine Sanktionen vorsieht, wenn Länder nicht vorankommen. Vor allem der Gruppendruck soll alle auf Kurs halten.

Der nächste UN-Klimagipfel findet in Chile statt, und zwar nach Angaben des dortigen Umweltministeriums entweder im Dezember 2019 oder Januar 2020.

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Inzwischen ist klar, die Verhandler bei der UN-Klimakonferenz in Kattowitz haben sich auf einen Kompromiss geeinigt. Der Klimaökonom Reimund Schwarze ist sich sicher, dass die im Pariser Abkommen verabredeten Ziele eingehalten werden.

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