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Missbrauchsstudie: Rörig fordert staatliches Engagement | BR24

© dpa picture alliance

Johannes-Wilhelm Rörig, Missbrauchsbeauftragter der Bundesregierung

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Missbrauchsstudie: Rörig fordert staatliches Engagement

Die Studie der Deutschen Bischofskonferenz offenbart Missbrauch und Vertuschung. Anlässlich der offiziellen Vorstellung heute, verlangt der Missbrauchsbeauftragte des Bundes im B5 Thema des Tages: der Staat soll sich an der Aufarbeitung beteiligen.

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Nein, die Ergebnisse hätten ihn nicht überrascht, sagt der Missbrauchsbeauftragte des Bundes, Johannes-Wilhelm Rörig, gleich zu Beginn des Gesprächs. Ähnliche Berichte in anderen Ländern hätten bereits ein vergleichbares Ausmaß an "himmelschreiendem Unrecht" aufgedeckt.

Aktuelle Studie der Deutschen Bischofskonferenz als Zäsur

Rörig hält die Veröffentlichung der Studie der Deutschen Bischofskonferenz trotzdem für eine Zäsur. Es müssten jetzt neue Wege zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Kirche gefunden werden. Dabei dürfe aber nicht die Kirche als Institution im Mittelpunkt stehen. Stattdessen müssten die Interessen und Rechte der Betroffenen im Zentrum stehen, so Rörig.

Missbrauch in der Katholischen Kirche: Staat soll bei der Aufarbeitung helfen

Der Missbrauchsbeauftragte fordert, bei der Aufarbeitung neue Wege zu gehen. Hier dürfe der Staat die Kirchen nicht alleine lassen dürfe.

"Jetzt muss das Machbare machbar gemacht werden." Johannes-Wilhelm Rörig, Missbrauchsbeauftragter der Bundesregierung

Denkbar seien zum Beispiel Verträge zwischen Staat und Kirche, in den etwa der Zugang zu Akten und Archiven geregelt wird, so Rörig.

Kirche leidet unter "enormen Glaubwürdigkeitsverlust"

Rörig glaubt, dass die Kirche bereit ist, soviel Macht abzugeben. Zu groß sei der Glaubwürdigkeitsverlust der katholischen Kirche. Sie müsse jetzt einen gemeinsamen Weg finden, so Rörig.

"Ich hoffe sehr, dass die Deutsche Bischofskonferenz sich entscheidet, diesen Weg zu gehen."