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Ministerium bringt Autohersteller und Nachrüster an einen Tisch | BR24

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Das Bundesverkehrsministerium hat nach Informationen von BR Recherche Vertreter der Autoindustrie und Hersteller von Hardware-Nachrüstsätzen zu einem gemeinsamen Gespräch nach Bonn eingeladen. Es ist das erste Treffen dieser Art im Diesel-Skandal.

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Ministerium bringt Autohersteller und Nachrüster an einen Tisch

Das Bundesverkehrsministerium hat nach Informationen von BR Recherche Vertreter der Autoindustrie und Hersteller von Hardware-Nachrüstsätzen zu einem gemeinsamen Gespräch nach Bonn eingeladen. Es ist das erste Treffen dieser Art im Diesel-Skandal.

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Es soll heute zunächst nur um einen "gemeinsamen Informationsaustausch" zum Thema Diesel-Hardware-Nachrüstungen gehen. So zumindest steht es in der kürzlich vom Bundesverkehrsministerium an die Teilnehmer verschickte Einladung, die BR Recherche vorliegt.

Neben VW und Daimler auch Fiat eingeladen

Es ist nicht nur das erste Mal, dass das Ministerium Autohersteller und Nachrüster gemeinsam an einen Tisch holt. Interessant ist auch, wen das Ressort auf Seiten der Automobilindustrie eingeladen hat. Neben Vertretern von Volkswagen und Daimler gehört auch Fiat dazu.

Während die beiden deutschen Automobilhersteller bereits vor Monaten zugesagt haben, Diesel-Haltern für eine Hardwarenachrüstung bis zu 3.000 Euro zu zahlen, geht es bei Fiat zunächst um technische Unterstützung der Nachrüster. Das heißt, Fiat ist offenbar bereit, den Nachrüstern technische Informationen zu seinen Fahrzeugen zur Verfügung zu stellen, zum Beispiel hinsichtlich Motorentechnik und -leistung. Ob Fiat auch zu einem finanziellen Beitrag bereit ist, ist offen. Auf eine BR-Anfrage hat das Unternehmen bislang nicht reagiert.

Erste Nachrüst-Systeme schon im Sommer?

Das Bundesverkehrsministerium hatte Ende vergangenen Jahres eine Richtlinie vorgelegt, auf deren Basis die Nachrüster jetzt ihre Systeme fertigstellen können. Diese müssen dann vom Kraftfahrtbundesamt genehmigt werden. Im Sommer dürften die ersten Hardwarenachrüstungs-Systeme auf den Markt kommen.

Sendung

B5 Wirtschaft und Börse

Von
  • Arne Meyer-Fünffinger
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