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Mindestens 56 Tote bei russischen Luftangriffen in Syrien | BR24

© dpa/picture-alliance/Anas Alkharboutli

Nach dem Lufangriff auf die Region rund um die Stadt Idlib läuft die Suche nach Verschütteten.

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    Mindestens 56 Tote bei russischen Luftangriffen in Syrien

    Die Region um die syrische Stadt Idlib kommt weiter nicht zur Ruhe. Bei russischen Luftangriffen auf die Rebellenhochburg sind jetzt mindestens 56 Menschen ums Leben gekommen, rund 100 weitere sind dabei teils schwer verletzt worden.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    In der syrischen Provinz Idlib im Nordwesten des Landes sind bei einem russischen Luftangriff auf ein Militärlager mindestens 56 Menschen getötet worden. Etwa 100 weitere Personen wurden bei den Bombardements teilweise schwer verletzt. Das hat die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitgeteilt.

    In den Trümmern der zerstörten Gebäuden läuft derweil die Suche nach weiteren Opfern. Viele der Verwundeten schwebten in Lebensgefahr, heiß es. Am Himmel seien weiterhin russische Kampfflugzeuge zu sehen.

    Angriff auf türkische Verbündete

    Nach Angaben der Menschenrechtsaktivisten griffen russische Jets Rebellen der islamistischen Miliz Failak al-Scham an, die mit der Türkei verbündet ist. In dem Militärlager in der Nähe des Ortes Harim unweit der türkischen Grenze seien Kämpfer der Miliz ausgebildet werden. In den kommenden Tagen hätten mehrere ihr Training demnach abschließen sollen.

    Idlib als letzte Rebellenhochburg heiß umkämpft

    Syrische Regierungstruppen hatten im Frühjahr 2019 mit russischer Unterstützung eine Offensive begonnen, um die letzte Rebellenhochburg Idlib und umliegende Gebiete zurückzuerobern. Seit Anfang 2019 wurden 1,4 Millionen Menschen durch die Kämpfe in Idlib vertrieben. Russland und der syrischen Regierung von Präsident Baschar al-Assad wurde mehrfach vorgeworfen, gezielt auch zivile Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser anzugreifen.

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