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Mindestens 25 Tote durch Waldbrände in Kalifornien | BR24

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Bei verherrenden Walbränden in Kalifornien sind mindesten 25 Menschen ums Leben gekommen. In den Häuserruinen werden weitere Opfer befürchtet. US-Präsident Trump gibt den Behörden die Schuld an der Katastrophe.

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Mindestens 25 Tote durch Waldbrände in Kalifornien

Bei den Bränden in Kalifornien kämpft die Feuerwehr gegen ein Flammenmeer. Mindestens 25 Menschen sind bis jetzt dabei ums Leben gekommen. 110 Personen gelten als vermisst. Es ist der größte Brand im US-Bundesstaat seit Beginn der Aufzeichnungen.

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Bei den schweren Waldbränden in Kalifornien sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte hätten 14 Leichen in der Umgebung der Ortschaft Paradise geborgen, die von dem Feuer stark zerstört wurde, teilten die Behörden mit.

Ein Meer aus Flammen

Mehr als 6.700 Häuser und Geschäfte wurden der Feuerwehr zufolge durch den Brand 145 Kilometer nördlich von Sacramento zerstört. Die Häuser fielen den bis zu 15 Meter hohen Flammen zum Opfer. Allein in Paradise wurden alle 27.000 Einwohnern aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Bei keinem Feuer wurden bislang mehr Gebäude zerstört.

Das blanke Leben retten

Viele Menschen waren gezwungen, auf der Flucht vor dem Flammen ihre Autos stehenzulassen und zu Fuß auf der einzigen Ausfallstraße aus der Kleinstadt Paradise um ihr Leben zu rennen. In den ausgebrannten Häuserruinen werden noch mehr Opfer befürchtet. Wegen starken Windes und geringer Luftfeuchtigkeit würden die Brände und die Ausbreitungsgeschwindigkeit weiter extrem bleiben. Das Ausmaß der Zerstörung sei kaum zu beschreiben, sagte die Bürgermeisterin der kleinen Gemeinde Paradise dem US-Sender CNN.

In der Region am Nordrand von Los Angeles schlugen zwei Flächenbrände zehntausende Menschen in die Flucht. Das sogenannte Woolsey-Feuer verkohlte bis Samstagabend eine Fläche von mehr als 280 Quadratkilometer. Mindestens 150 Häuser seien abgebrannt, teilte die Feuerwehr mit. Rund 50.000 Gebäude seien noch in Gefahr. Bei abflauenden Winden meldeten die Löschteams aber erste Fortschritte. Die Feuersbrunst sei jetzt zu fünf Prozent eingedämmt, hieß es.

Promivillen in Malibu betroffen

800 Kilometer weiter südlich raste ein Waldbrand angefacht von starken Winden auf die Küstenstadt Malibu zu, in der zahlreiche Prominente aus der Unterhaltungsbranche in millionenschweren Luxus-Villen wohnen. Darunter waren auch Popstar Lady Gaga, Kim Kardashian und Schauspielerin Alyssa Milano, die "samt Kindern und Hunden" floh, wie sie auf Twitter schrieb. Er und seine Frau seien an einem Strand in Sicherheit gebracht worden, sagte der 78-jährige "Apocalypse Now“-Star Martin Sheen in einem Interview. Sie würden die Nacht vermutlich in ihrem Auto verbringen. Dies sei das schlimmste Feuer, das er in 48 Jahren in Malibu erlebt hätte. Er habe wenig Hoffnung, dass ihr Haus noch stehe. Auch die Stadt Thousand Oaks wurde von den Flammen bedroht. In der Ortschaft hatte erst vor wenigen Tagen ein US-Veteran zwölf Menschen in einer Bar erschossen.

Trump schiebt Behörden Schuld zu

US-Präsident Donald Trump machte über den Kurznachrichtendienst Twitter die Behörden für die Feuer verantwortlich. "Es gibt keinen anderen Grund für diese massiven, tödlichen und kostspieligen Waldbrände in Kalifornien außer den, dass die Wälder schlecht verwaltet werden", schrieb er. Zuvor schon hatte er den Behörden vorgeworfen Totholz nicht aus dem Wald zu entfernen. Die kalifornischen Behörden machen dagegen den Klimawandel für die Brände verantwortlich und verweisen darauf, dass es auch in von der Regierung in Washington verwalteten Wäldern brannte.

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  • BR24 Redaktion
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