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Mindestens 222 Tote nach Tsunami in Indonesien | BR24

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Zerstörung durch Tsunami

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Mindestens 222 Tote nach Tsunami in Indonesien

Eine Tsunami-Katastrophe in Indonesien hat mindestens 222 Menschen in den Tod gerissen und schwere Schäden angerichtet. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurden mindestens 843 Personen verletzt. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst.

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Bei einer Tsunami-Katastrophe nach einem Vulkanausbruch in Indonesien ist die Zahl der Todesopfer auf 222 gestiegen. Rund 843 Menschen seien verletzt worden, 30 würden noch vermisst, teilte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde in Jakarta mit. Die Flutwellen brachen über die Küstenregionen an der Straße von Sunda zwischen den Inseln Sumatra und Java herein.

Das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes teilte mit, dass es zunächst "keine Hinweise auf betroffene Deutsche" gebe. Die deutsche Botschaft bemühe sich, "darüber schnellstmöglich Gewissheit zu erhalten", hieß es auf Twitter.

Laut der Indonesischen Agentur für Geophysik war die Ursache vermutlich ein Ausbruch des in der Meeresenge liegenden Vulkans Anak Krakatau, der wiederum einen Unterwasser-Erdrutsch zur Folge hatte. Demnach ereignete sich die Eruption am Samstagabend um 21.03 Uhr (Ortszeit), 24 Minuten später sei der Tsunami auf Land getroffen.

Schwere Schäden in Urlaubsregionen

Verschlimmert wurde die Situation dadurch, das gleichzeitig Flut herrschte, wie Katastrophenschutz-Sprecher Sutopo Nugroho erklärte. Einige der am heftigsten getroffenen Gegenden befinden sich in Banten, wo es viele Strandunterkünfte für Touristen gibt. Angesichts der Urlaubssaison herrschte dort Hochbetrieb. Nugroho zufolge wurden mindestens 430 Häuser, neun Hotelanlagen, zehn Schiffe und Dutzende Autos beschädigt. Schwere Tsunami-Schäden wurden unter anderem vom Urlauberstrand Carita gemeldet. Nugroho verbreitete über seine Twitter-Seite Videoaufnahmen, auf denen Trümmerhaufen vor zerstörten Häusern und völlig demolierte Autos zu sehen waren.

Indonesien häufig von Tsunamis betroffen

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Für die Einwohner sind Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche keine neue Erfahrung. Der Inselstaat hat so viele aktive Vulkane wie kein anderes Land der Welt.

Beim Tsunami an Weihnachten 2004 starben dort mehr als 160.000 Menschen, so viele wie nirgendwo sonst in der Region. Vor knapp drei Monaten wurde die bei Urlaubern beliebte indonesische Insel Sulawesi von einem schweren Erdbeben und einem dadurch ausgelösten Tsunami heimgesucht, der mehr als 2.200 Menschen das Leben kostete.

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Tsunami in Indonesien

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  • BR24 Redaktion
  • Lena Bodewein
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