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Mikroplastik im Trinkwasser: WHO sieht kaum Gefahr | BR24

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Mikroplastik im Trinkwasser stellt kaum ein Gesundheitsrisiko dar. Zu diesem Schluss kommt die Weltgesundheitsorganisation WHO nach der Auswertung verschiedener Studien. Jedoch fordert die WHO mehr Forschung auf diesem Gebiet.

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Mikroplastik im Trinkwasser: WHO sieht kaum Gefahr

Mikroplastik im Trinkwasser stellt kaum ein Gesundheitsrisiko dar. Zu diesem Schluss kommt die Weltgesundheitsorganisation WHO nach der Auswertung verschiedener Studien. Jedoch fordert die WHO mehr Forschung auf diesem Gebiet.

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Kleinste Kunststoffteilchen lassen sich überall in der Umwelt nachweisen – so heißt es in dem nun vorgestellten Report der Weltgesundheitsorganisation WHO – auch in Flüssen, in Seen und im vermeintlich sauberen Trinkwasser. Verbraucher seien natürlich verunsichert, doch das müssten sie nicht sein, sagt nun Bruce Gordon von der WHO:

"Nach unserer Analyse gehen wir nicht davon aus, dass ein erhebliches Gesundheitsrisiko durch Mikroplastik im Trinkwasser besteht. Wenn wir also die vielen Risiken in Verbindung mit Wasser sehen, ist dies keineswegs das schlimmste, und ich denke, dass die Verbraucher, die Wasser trinken, beruhigt sein sollten, egal ob sie nun Wasser aus der Flasche oder Leitungswasser trinken." Bruce Gordon, WHO

Doch der Experte schränkt auch ein: Diese Aussage basiere auf den momentan verfügbaren Informationen und beziehe sich auf die derzeitige Konzentration von Mikroplastik im Trinkwasser.

"Der Körper nimmt die Partikel kaum auf"

Die nun vorgestellte Analyse ist der erste Bericht der WHO über Mikrokunststoffe im Wasser. Sie fasst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Thema zusammen. Demnach werden die Plastikteilchen vom Körper kaum aufgenommen, so WHO-Experte Bruce Gordon. Die überwiegende Mehrheit der Partikel wandere durch den Körper, ohne aufgenommen zu werden. "Alles, was größer ist als 150 Mikrometer, wird ausgeschieden", sagt Gordon. Und auch die sehr kleinen Partikel würden in der Regel ausgeschieden. "Was mit den kleinsten Nanopartikeln geschieht, dafür gibt es nicht genügend Beweise, um eine Aussage zu treffen, aber die machen nur einen kleinen Anteil aus."

"Wir können es irgendwie loswerden"

Gerade bei den kleinsten Kunststoffteilchen fehlten wissenschaftliche Erkenntnisse, es gebe nicht genügend Daten. Aber selbst bei Nanopartikeln gebe es, sagt Gordon, biologische Mechanismen, um sie im Wesentlichen aus dem Körper zu entfernen. "Denn es gibt ja nicht nur Mikrokunststoffe, die wir aufnehmen, sondern auch viele Sand- und sonstige Körnchen, die wir trinken oder sogar einatmen." Diese Plastikpartikel seien nur ein Teil davon und "wir können sie irgendwie durch den menschlichen Körper loswerden."

"Zu wenige Studien und viele sind schwach"

Generell brauche es mehr Forschung auf diesem Gebiet. Es gebe nicht genug Forschungsergebnisse über die Vorkommen von Mikroplastik im Trinkwasser und die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen, so Bruce Gordon:

"Nun, es ist schwierig, denn erstens gibt es nur wenige Studien und zweitens sind viele von ihnen schwach, offen gesagt. Wir haben eine Bewertung der Studien vorgenommen. Sie verwenden nicht unbedingt Methoden, die reproduzierbar und vergleichbar sind." Bruce Gordon, WHO

Zudem raten die Experten der Weltgesundheitsorganisation zu einer fachgerechten Reinigung von Abwässern in Kläranlagen. Neunzig Prozent des Mikroplastiks könnten so herausgefiltert werden. Grundsätzlich empfiehlt die WHO, die Verschmutzung der Umwelt mit Kunststoffen zu verringern, um so der Umwelt zu helfen und eine mögliche Belastung der Menschen zu minimieren.

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat alles zusammengetragen, was Forscher über Mikroplastik im Trinkwasser wissen. Und kommt dabei zu einem überraschenden Ergebnis.