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Kinder in einer Notunterkunft in Mexiko-Stadt
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tagesschau
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Kinder in einer Notunterkunft in Mexiko-Stadt

Migranten aus Mittelamerika, die in einem Treck in Richtung US-Grenze ziehen, wollen mit Bussen weiterfahren. "Wir brauchen Busse, um weiter zu reisen", sagte der Koordinator der Karawane, Milton Benítez, der Nachrichtenagentur AP. Für Fußmärsche oder Reisen per Anhalter sei es im Norden Mexikos zu gefährlich und zu kalt, erklärte er. Dort seien Drogenkartelle aktiv. Auf einer Versammlung werde über die Route und die Abfahrtszeit entschieden, sagte Benítez.

Fast ein Drittel ist minderjährig

Nach Angaben der mexikanischen Behörden sind 4851 Migranten in Unterkünften in einem Sportkomplex registriert. Etwa 1700 von ihnen sind minderjährig. 85 Prozent der Menschen kommen aus Honduras, viele der Übrigen sind aus Guatemala, El Salvador und Nicaragua.

Die Meisten hätten das Angebot ausgeschlagen, in Mexiko zu bleiben, hieß es. Von Mexiko-Stadt bis zum nächstgelegenen Grenzübergang in die USA sind es knapp 1000 Kilometer. José Luis Fuentes von der Nationalen Anwaltskammer sagte, nach Kalifornien sei der Weg zwar weiter, aber besser als der nach Texas.

4800 US-Soldaten an der Grenze

US-Präsident Donald Trump hatte vor der Kongresswahl Stimmung gegen die Migranten aus Zentralamerika gemacht. Er entsandte rund 4800 Soldaten an die mexikanische Grenze, um die vor Armut und Kriminalität in ihren Herkunftsländern geflohenen Menschen zu stoppen. Sollten diese mit Bussen in die USA reisen, wären sie dort wesentlich früher als geplant.