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Bildrechte: Jasmin Ziegler

Rettungsroboter "Schrödi"

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Metallener Lebensretter "Schrödi" in Nürnberg unterwegs

Studenten der Technischen Hochschule Nürnberg testen heute den Einsatz ihres Rettungsroboters "Schrödi" unter realen Bedingungen. Unterstützt werden sie dabei von den Rettungsprofis der Berufsfeuerwehr Nürnberg. Von Franz Engeser

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Normalerweise schicken die Studenten der Technischen Hochschule Nürnberg (TH) ihren 70 Kilogramm schweren Roboter durch vergleichsweise einfache Hindernisparcours. Was fehlt, sind echte Einsätze unter Realbedingungen: ein verrauchter, verwinkelter Raum, zahlreiche Möbelstücke im Weg, enge Treppenhäuser und ein bewusstloser Mensch, der von dem Roboter gefunden werden muss. Und da kommt nun die Berufsfeuerwehr Nürnberg ins Spiel. Die Feuerwehr-Profis kennen sich mit solchen Einsätzen aus. Oft genug müssen sie selbst mit Atemschutzgeräten in brennende Häuser und nach Überlebenden suchen. Den Studenten präsentieren sie ein Übungsfeld, das einem echten Einsatz schon sehr nahekommt.

Wärmebildkamera und Laserscanner

Die Studenten interessieren sich vor allem dafür, wie die im Roboter integrierte Wärmebildkamera und der Laserscanner in einem verrauchten Raum arbeiten – oder ab welcher Dichte des Rauchs die Sensoren nicht mehr zuverlässig funktionieren. Außerdem geht es den jungen Forschern darum, wie ihr Roboter mit engen Treppenhäusern zurechtkommt und ob er es trotz des Rauchs noch schafft, Türen zu öffnen.

Investition in Zukunft

Auch die Berufsfeuerwehr zeigt Interesse an der Übung: Ein Rettungsroboter könnte ihre Arbeit deutlich ungefährlicher machen. Bis die Maschinen in einen echten Einsatz gehen können, wird es aber wohl noch ein paar Jahre dauern.

"Ich denke nicht, dass in den nächsten Jahren ein Roboter seinen Dienst bei der Feuerwehr Nürnberg verrichten wird. Aber wir sehen das als Investition in die Zukunft." Thomas Schertel, Sprecher der Feuerwehr Nürnberg

Professor Stefan May von der TH Nürnberg geht davon aus, dass Rettungsroboter in den nächsten zehn Jahren so weit sind, dass sie weitgehend autark arbeiten können.

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Die Studenten der TH Nürnberg mit Rettungsroboter "Schrödi"

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Rettungsroboter "Schrödi" mit ausgefahrenem Greifarm