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Messerattacke in Bad Kreuznach: Täter und Opfer waren ein Paar | BR24

© dpa-Bildfunk/Thomas Frey

Rheinland-Pfalz, Bad Kreuznach: Kerzen und ein Kuscheltier wurden vor dem Eingang zum Krankenhaus Marienwörth in Bad Kreuznach abgelegt.

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    Messerattacke in Bad Kreuznach: Täter und Opfer waren ein Paar

    Der 25-Jährige, der in Bad Kreuznach eine Schwangere lebensbedrohlich verletzt und ihr ungeborenes Kind getötet haben soll, hatte eine Beziehung mit dem Opfer. Ob die Beziehung zum Zeitpunkt der Tag bereits beendet war, ist noch unklar.

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    Der 25-Jährige, der in Bad Kreuznach eine schwangere Frau lebensbedrohlich verletzt und ihr ungeborenes Kind getötet haben soll, hatte eine Beziehung mit seinem Opfer. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach am Montag mit. Ob die beiden bei der Tat mit einem Messer noch zusammen waren oder ob die Beziehung bereits beendet war, sei unklar. Die Fragen nach Hintergründen der Tat sowie nach einem möglichen Motiv bleiben einstweilen unbeantwortet. Es habe keinerlei Aggression oder Gewalt gegen Dritte gegeben, sagte der Sprecher.

    Nach Streit mit Messer angegriffen

    Der Asylbewerber aus Afghanistan habe im hessischen Biblis gelebt und die Schwangere - eine 25 Jahre alte Polin - am Freitag im Krankenhaus in der mehr als 70 Kilometer entfernten rheinland-pfälzischen Stadt besucht, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der 25-Jährige habe die stationär untergebrachte Schwangere nach einem Streit in dem Krankenhauszimmer mit dem Messer angegriffen.

    Mitpatientin rief per Knopf um Hilfe

    "Das Kind ist infolge der Misshandlung zu Tode gekommen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Frau habe notoperiert werden müssen und daher bislang noch nicht befragt werden können. "Es geht ihr aber besser, so dass in absehbarer mit ihrer Vernehmung gerechnet werden kann", fügte der Sprecher hinzu. Weshalb die Frau in der Klinik behandelt wurde und in welchem Monat sie schwanger war, stand zunächst nicht fest. In dem Zimmer war noch eine andere Patientin untergebracht. Sie hat die Tat mit ansehen müssen und per Patientenknopf Hilfe gerufen, wie die Staatsanwaltschaft berichtete.

    Täter stellte sich der Polizei

    Der mutmaßliche Täter war laut Staatsanwaltschaft im Bad Kreuznacher Bereich bisher nicht polizeilich auffällig geworden. Sein Asylverfahren sei noch nicht abgeschlossen. Er habe das Krankenhaus "zunächst ohne nennenswerte Eile" verlassen und sich am Bahnhof von Bad Kreuznach von sich aus Bundespolizisten gestellt. Er sitzt in Untersuchungshaft. Ihm wird versuchter Mord, vollendeter Schwangerschaftsabbruch und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

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    Autor
    • BR24 Redaktion
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