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Merz im Hochsauerland
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Claudia Steiner
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Merz im Hochsauerland

Friedrich Merz hat Angela Merkel für den Fall seiner Wahl zum neuen CDU-Vorsitzenden einen "fairen, anständigen und loyalen" Umgang zugesagt. Der ehemalige Unionsfraktionschef erklärte beim CDU-Kreisparteitag im sauerländischen in Arnsberg-Oeventrop, dass die CDU und ihr künftiger Vorsitzender auch weiter "in der Mitte" stehen müssten. Einen Rechtsruck der CDU schloss er aus.

Erste öffentliche Bewerbungsrede

Merz hielt als Gastredner des Kreisparteitags der Hochsauerland-CDU seine erste öffentliche Bewerbungsrede für den CDU-Vorsitz. Die knapp 500 Delegierten seines Heimatverbandes nominierten ihn geschlossen als Kandidat für die Nachfolge von Merkel. Dass er ein "Anti-Merkel" sei oder eine "Abrechnung" mit Merkel wolle, sei "alles dummes Zeug", so Merz. Er musste 2002 den Unionsfraktionsvorsitz an Merkel abgeben. 2009 verabschiedete er sich aus der Politik und wechselte in die Wirtschaft.

Merz bietet Kramp-Karrenbauer Zusammenarbeit an

Aussichtsreichste Kandidaten für den CDU-Vorsitz sind neben Merz CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn. Merz bot Kramp-Karrenbauer ausdrücklich eine Zusammenarbeit an. Sollte er siegen, hoffe er, dass sie "an oberster führender Stelle der CDU in Deutschland weiter eine wichtige Aufgabe wahrnehmen wird". Er nehme aber auch Spahn als Wahlrivalen ernst.

Grütters: "Eine Ära geht zu Ende"

Die Wahl des oder der neuen Vorsitzenden beim Bundesparteitag am 7. Dezember in Hamburg werde "eine tiefe Zäsur in der Geschichte unserer Partei sein", betonte Merz. Ähnlich äußerte sich die Berliner CDU-Chefin Monika Grütters: Klar sei, dass nach 18 Jahren eine Ära zu Ende gehe, sagte die Kulturstaatsministerin in der Bundesregierung bei einer CDU-Landesvertreterversammlung in Berlin. "Das ist eine Zäsur. Aber es ist auch eine Chance für einen Aufbruch und für eine demokratische Erneuerung unserer Partei."

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht den CDU-Vorsitz nicht automatisch mit der nächsten Kanzlerkandidatur der Union verknüpft. "Wenn man für den CDU-Vorsitz kandidiert, muss man immer auch die Möglichkeit einer Kanzlerkandidatur mitdenken. Aber zuerst einmal steht der Parteivorsitz für sich alleine", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Kramp-Karrenbauer warnt SPD vor Neuwahlen

Zugleich warnte Kramp-Karrenbauer die SPD davor, Neuwahlen zu provozieren. "Ich strebe keine Neuwahlen an. Die Bundesregierung hat eine Verantwortung, die über Deutschland hinausgeht", sagte sie. "Aber wer leichtfertig mit einem Bruch der großen Koalition kokettiert, wird am Ende eher Neuwahlen als die Fortsetzung der Regierungsarbeit in einer anderen Koalition bekommen."

Friedrich Merz

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