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Merkel lobt Schülerdemos für den Klimaschutz | BR24

© dpa-Bildfunk/Daniel Bockwoldt

Klimaaktivistin Greta Thunberg in Hamburg.

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Merkel lobt Schülerdemos für den Klimaschutz

"Fridays for future" - unter diesem Motto demonstrieren Schüler für besseren Klimaschutz. Dafür bekommen die jungen Umweltaktivisten viel Lob, jetzt auch von Bundeskanzlerin Merkel.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt den Einsatz vieler junger Menschen für den Klimaschutz: "Ich unterstütze sehr, dass Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen und dafür kämpfen", sagte die CDU-Politikerin in ihrem neuen Video-Podcast. Ambitionierte Klimaschutzziele ließen sich nur mit Rückhalt in der Gesellschaft erreichen.

"Ich weiß, dass die Schülerinnen und Schüler sich manches schneller wünschen, zum Beispiel den Ausstieg aus der Kohle", so die Kanzlerin weiter. Wichtig sei aber auch, Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft mit den Zielen des Klimaschutzes zu versöhnen.

Greta Thunberg in Hamburg dabei

Schüler und Studenten in Deutschland und aller Welt demonstrieren mittlerweile jeden Freitag unter dem Motto "FridaysForFuture" nach dem Vorbild der jungen schwedischen Aktivistin Greta Thunberg. Thunberg nahm diese Woche an einem Protestmarsch mit mehreren tausend Teilnehmern in Hamburg teil.

Die Demonstrationen für den Klimaschutz sind umstritten, weil die Schüler dafür dem Unterricht fernbleiben. Auf die Diskussion um den Unterrichtsausfall ging Merkel aber nicht ein.

Karliczek pocht auf Einhaltung der Schulpflicht

Merkels Parteikollegin Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) pochte zuletzt auf die Einhaltung der Schulpflicht. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) verteidigte die Demos, betonte unter Verweis auf die Schulpflicht aber auch, das sei nicht dauerhaft machbar.

Das Wort "Schwänzen" jedenfalls hält Heinz-Peter Meidinger, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, für nicht angebracht. Der "Passauer Neuen Presse" sagte er, "echte Abseiler, die nur deshalb zur Klima-Demo gehen, um nicht zum Unterricht zu müssen", beobachte er kaum. Meidinger zeigt sich überzeugt, dass es den meisten demonstrierenden Schülern ein wirkliches Anliegen ist, etwas für das Klima zu tun.

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Klimaaktivistin Greta Thunberg beim Protest in Hamburg