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Archiv: Angela Merkel schüttelt Mesut Özil in der Kabine die Hand.

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Merkel zollt Özil Respekt

Kanzlerin Angela Merkel respektiert Mesut Özils Entscheidung, aus der Fußball-Nationalmannschaft zurückzutreten. Özil habe für die deutsche Mannschaft viel geleistet. Zurückhaltender bewertet sie die Rassismus-Vorwürfe Özils.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem Fußballspieler Mesut Özil Respekt für seine Leistung in der Nationalmannschaft gezollt. "Er hat eine Entscheidung getroffen, die zu respektieren ist", ließ Merkel ihre Sprecherin Ulrike Demmer ausrichten. Özil sei ein "toller Spieler", der für die deutsche Mannschaft viel geleistet habe.

Integration "Schlüsselaufgabe der Bundesregierung"

Zurückhaltend reagierte Merkel auf die von Özil erhobenen Rassismus-Vorwürfe. "Deutschland ist ein weltoffenes Land", in dem Menschen mit Migrationshintergrund "herzlich willkommen sind", sagte Sprecherin Demmer. Für die Bundesregierung sei Integration eine "Schlüsselaufgabe", bei der alle gesellschaftlichen Gruppen gefragt seien. Dem Sport komme hier eine wichtige Bedeutung zu.

Sprecherin: DFB handelt autonom

Auch das Verhalten des Deutschen Fußball-Bunds im Fall Özil wollte die Sprecherin nicht kommentieren. Der DFB handele autonom und werde sich sicher mit der Aufarbeitung der gesamten Weltmeisterschaft beschäftigen. Zugleich wies die Sprecherin daraufhin, dass sich der DFB sich mit zahlreichen Projekten für Integration engagiere. Der türkischstämmige deutsche Profi von Arsenal London war wegen eines Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor der Weltmeisterschaft in die Kritik geraten. Nach wochenlangen Debatten um seine Person erklärte er gestern seinen Rückzug aus der deutschen Nationalelf und betonte, die Begegnung mit Erdogan habe keinen politischen Hintergrund.