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Merkel und Davutoglu verurteilen Russland

"Erschreckt" und "entsetzt": Kanzlerin Merkel hat in Ankara die Angriffe der russischen Luftwaffe rund um die syrische Stadt Aleppo kritisiert. Mit dem türkischen Premier vereinbarte sie Maßnahmen, um den Flüchtlingsstrom nach Europa zu bremsen.

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"Wir sind in den letzten Tagen nicht nur erschreckt, sondern auch entsetzt, was an menschlichem Leid für Zehntausende Menschen durch Bombenangriffe entstanden ist, vorrangig auf russischer Seite." Angela Merkel 

Die CDU-Chefin meint damit konkret die Offensive in Aleppo, angeführt von der syrischen Armee und militärisch unterstützt von Russland. Sie trieb in den vergangenen Tagen zahlreiche Menschen aus der syrischen Stadt in die Flucht, hin an die türkische Grenze. Russland verstoße gegen eine UN-Resolution, die sich gegen Angriffe auf die Zivilbevölkerung richte, erklärte Merkel. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte, Moskau trage derzeit nicht zum Frieden in der Region bei. 

Mehr Kooperation und Flüchtlingskontingente

Anlass des Treffens in der türkischen Hauptstadt Ankara von Merkel und Davotoglu war in erster Linie, neue Maßnahmen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise zu konkretisieren. Die Nato solle mit einer Überwachung der Grenze und der Ägäis dazu beitragen, die Flüchtlingskrise zu bewältigen, sagte Davutoglu. Dies müsse beim Treffen der NATO-Verteidigungsminister in dieser Woche erörtert werden.

Beide betonten, man werde mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex verstärkt gegen illegale Migration und Schleuser vorgehen. Auch sollen deutsche und türkische Polizisten gemeinsam zum Einsatz kommen. Zugleich erklärte Merkel, dass man bereit sein müsse, im Rahmen eines Kontingentsystems auf legalem Weg syrische Flüchtlinge aufzunehmen. Eine Gruppe von freiwilligen EU-Ländern würde sich beteiligen. Eine Arbeitsgruppe werde dazu Wege erarbeiten.