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Merkel über Corona-Alltag: "Gewaltiger Kraftakt" für Familien | BR24

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Bildrechte: Bundesregierung/facebook

In ihrer wöchentlichen Video-Ansprache hat Bundeskanzlerin Merkel die Leistungen der Eltern im Lockdown gelobt. Sie sagte ihnen Unterstützung zu.

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Merkel über Corona-Alltag: "Gewaltiger Kraftakt" für Familien

Kinderbetreuung und Beruf auf engstem Raum – so sieht das Leben unzähliger Familien in der Corona-Pandemie aus. Man sei sich der Belastung bewusst, sagt Bundeskanzlerin Merkel in ihrem Video-Podcast. Gleichzeitig bittet sie weiterhin um Geduld.

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Von
  • BR24 Redaktion

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Corona-Krise angesichts des wochenlangen Lockdowns als "gewaltigen Kraftakt" für Familien bezeichnet und um Geduld geworben. In der Bundesregierung sei man sich darüber sehr bewusst. Noch sei man aber nicht so weit, Kitas und Schulen wieder öffnen zu können, sagte sie in ihrem aktuellen Video-Podcast. Gleichzeitig betonte sie: "Je konsequenter wir uns jetzt verhalten, auf Kontakte verzichten und da, wo sie unumgänglich sind, Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Masken tragen, desto schneller wird das wieder möglich sein." Merkel sicherte dabei erneut zu, dass bei Lockerungen der Corona-Maßnahmen Kitas und Schulen zuerst wieder geöffnet würden.

Harte Zeit für Kinder und Jugendliche

Besonders hart sei laut Merkel auch, "dass Kinder und Jugendliche im Moment auf vieles verzichten müssen, was in dieser Lebensphase so wichtig ist und Freude macht: Freunde treffen, Hobbys nachgehen, feiern oder einfach nur unbeschwert in den Tag hineinleben", sagte die Kanzlerin. Umso dringender sei es, Familien in dieser Pandemie nach Kräften zu unterstützen.

Die Bundesregierung habe dafür eine ganze Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht. Merkel verwies unter anderem auf das Konjunkturpaket mit dem Kinderbonus, die Kindergelderhöhung sowie die Verdopplung der Kinderkrankentage. Diese könnten auch beansprucht werden, wenn ein Kind betreut werden müsse, weil Schule oder Kita geschlossen seien.

Bürgerdialog: Gespräche mit Müttern und Vätern

Die Bundeskanzlerin will am Donnerstag in einem digitalen Bürgerdialog mit Familien über deren Erfahrungen in der Corona-Pandemie sprechen. Sie werde "Mütter und Väter, darunter auch Alleinerziehende" treffen, kündigte Merkel an. "Für viele von ihnen war das ein besonders hartes Jahr."

Merkel: Corona-Mutationen bleiben "reale Gefahr"

Merkel mahnte zugleich zur Vorsicht und dämpfte die Erwartungen an schnelle Öffnungen. Die Infektionszahlen gingen zwar seit einiger Zeit wieder zurück, "die Richtung stimmt". Es bestehe aber eine "sehr reale Gefahr" durch die hochansteckenden Virus-Varianten. "Deshalb müssen wir auf unserem Weg durch die nächsten Wochen vorsichtig und behutsam handeln", sagte Merkel.

Der Corona-Lockdown, bei dem in den Schulen weitgehend kein Präsenzunterricht stattfindet, gilt vorerst noch bis zum 14. Februar.

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