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Merkel ruft zu Umsicht im Umgang mit Katar auf | BR24

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Merkel ruft zu Umsicht im Umgang mit Katar auf

Im Konflikt um Katar hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vor den Folgen einer gestörten Machtbalance in der Golfregion gewarnt. Die Lage sei beunruhigend, deshalb müsse mit allen Beteiligten eine politische Lösung gefunden werden, sagte sie in Mexiko.

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Deutschland strebe keine Vermittlerrolle an, betonte Merkel beim Besuch in Mexiko-Stadt: "Aber wir werden aus unserem deutschen Interesse heraus darauf achten, dass in der Region die Balancen gehalten werden." Eine politische Lösung werde nicht gelingen, "wenn bestimmte Akteure dort überhaupt nicht mehr ins Gespräch einbezogen werden".

Harte Haltung der USA

Derweilt erhöhten neben den arabischen Staaten auch die USA den Druck auf das Emirat. US-Präsident Donald Trump urteilte: "Katar ist leider seit Jahren ein Finanzier von Terrorismus und das auf sehr hohem Niveau." Damit müsse Schluss sein. Sein Außenminister, Rex Tillerson, hatte dagegen zuvor für eine gelockerte Haltung plädiert. Schon jetzt habe die Blockade humanitäre Konsequenzen, etwa was die Versorgung mit Lebensmitteln angehe.

Katars Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani erklärte am Freitag nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel in Wolfenbüttel, sein Land halte Diplomatie für den besten Weg zur Lösung der Krise. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte Katar weitere Unterstützung zu und forderte zugleich ein Ende der Sanktionen.

Saudi-Arabien, Bahrain die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Ägypten hatten zuvor 59 Personen und zwölf Organisationen mit angeblichen Verbindungen zu Katar auf eine "Terrorliste" gesetzt. Sie alle würden von dem Golf-Emirat finanziert oder seien dort ansässig und hätten Kontakte zu Terroristen. Schon zuvor hatten sie alle diplomatischen Kontakte abgebrochen und den Luftverkehr mit dem Emirat gestoppt.