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Angela Merkel bedankt sich nach ihrer Rede bei den Delegierten
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Nina Landhofer
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Angela Merkel bedankt sich nach ihrer Rede bei den Delegierten

Es war eine Abschiedsrede mit viel Rückbesinnung auf die letzten 18 Jahre. Gleich zu Anfang erinnerte Angela Merkel daran, in welchem Zustand sie die CDU seinerzeit übernommen hatte: Die Partei lag am Boden, war nach der Spendenaffäre von Helmut Kohl zutiefst demoralisiert.

Erfolge: Schwarze Null, Sicherheit, Migration

Das heutige Motto in Hamburg: "Zusammenführen. Zusammen führen." Das ist das Credo, das Merkel ihrer Partei mit auf den Weg gab. Sie erinnerte die Delegierten daran, dass es in den letzten Jahren nicht nur Misserfolge gegeben hatte, sondern auch viele Erfolge. Im Saarland etwa hätte die CDU über 40 Prozent geholt, Schleswig-Holstein sei zurückerobert worden, ebenso Nordrhein-Westfalen.

In einem kleinen Rundumschlag streifte Merkel wichtige Punkte ihrer Kanzlerschaft und verteidigte diese: die schwarze Null, die Sicherheitspolitik, aber genauso die Migrationspolitik.

"Wir haben auch die große Herausforderung bestanden, 2015 in einer humanitären Notlage viele Menschen bei uns aufzunehmen und trotzdem dafür zu sorgen, dass gesteuert und geordnet wurde – ich erinnere nur an das Türkei-Abkommen." Angela Merkel

Ausblick auf die Zukunft

Wer Selbstkritik erwartete hatte, lag falsch. Stattdessen wies Merkel auf die Herausforderungen in den nächsten Jahren hin: die Polarisierung der Gesellschaft, den technologischen Fortschritt, den demographischen und wirtschaftlichen Wandel, die Abkehr vom Multilateralismus hin zu einem neuen Nationalismus, Klimawandel und Brexit.

Mit Blick auf diese schwierigen Aufgaben, die die Gesellschaft zu meistern habe, beendete Angela Merkel ihre Rede mit einer Ermahnung an ihre Partei:

"Dass wir auch in den schwersten Stunden nie vergessen, was die christdemokratische Haltung ausmacht: Wir Christdemokraten grenzen uns ab, aber nicht aus. Wir Christdemokraten streiten und zwar nicht zu knapp, aber niemals hetzen wir. Wir Christdemokraten machen keine Unterschiede bei der Würde der Menschen, wir Christdemokraten dienen den Menschen unseres Landes." Angela Merkel