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Merkel bekennt sich zu Freihandel | BR24

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Merkel bekennt sich zu Freihandel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zur Eröffnung der 70. Hannover Messe die Bedeutung eines freien Handels betont. Sie erteile "Abschottung und Protektionismus eine klare Absage, weil sie auf Dauer immer wieder zu Verlusten führen".

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Merkel sagte, sie spreche sich "klipp und klar für einen fairen Freihandel aus". Als gutes Beispiel nannte sie das mit Kanada geschlossene Handelsabkommen CETA. Trotz des Kurswechsels der USA unter Präsident Donald Trump sei auch das Freihandelsabkommen TTIP noch nicht gescheitert. Sie sei hier "sehr ermutigt" durch ihren Besuch bei US-Präsident DonaldTrump.

"Ich fühle mich auch sehr ermutigt durch meinen Besuch in den Vereinigten Staaten von Amerika, dass das Verhandeln der EU mit USA eines Freihandelabkommens mit den Amerikaner auch durchaus ins Auge gefasst wird." Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin

Merkel warnte ausdrücklich vor Protektionismus. Es sei zwar anstrengend, sich immer wieder im internationalen Wettbewerb behaupten zu müssen. "Trotzdem glauben wir, dass Freiheit und Offenheit die besten Marschrichtungen sind, mit denen wir alle gemeinsam erfolgreich sein können", sagte die Kanzlerin.

Einig gegenüber den Briten

Mit Blick auf den am kommenden Samstag beginnenden EU-Sondergipfel rief die Kanzlerin zu einer einheitlichen Haltung gegenüber Großbritannien auf.

"Ich glaube, es ist wichtig, dass wir dabei gemeinsam vorgehen, die 27 Mitgliedstaaten. Es ist wichtig, dass wir die Qualitäten unseres Binnenmarktes verteidigen, das ist der Markt der vier Grundfreiheiten, der auch erhalten bleiben muss." Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin

Merkel betonte zugleich, man wolle die Gespräche mit London "in einem Geist" führen, dass Großbritannien der EU als wichtiger Partner erhalten bleibe. "Denn wir stehen vor denselben Herausforderungen."

Auf dem Sonderrat in Brüssel wollen die 27 EU-Regierungen ohne Großbritannien die Leitlinien für die Brexit-Verhandlungen beschließen.