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Mehrweg statt Einweg | BR24

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Mehrweg statt Einweg

Weniger Wegwerfflaschen, weniger Dosen, aber auch weniger Einwegpfand: Umweltschützer, Getränkehändler und mittelständische Brauereien wollen Kunden zum Kauf von mehr Mehrwegflaschen animieren. Von Hans-Joachim Vieweger

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Mit der Mehrwegquote geht es bergab: Wurden vor zehn Jahren noch fast 70 Prozent der Getränke in Mehrwegflaschen abgefüllt, waren es zuletzt nur noch 45 Prozent. Das liegt unter anderem am Einwegpfand, das meist auf Plastikflaschen erhoben wird und eigentlich eingeführt worden war, um den Mehrweganteil zu erhöhen.

Vielen Bürgern sei nicht klar, dass es sich dennoch um umweltschädliche Einwegflaschen handle, sagt Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe. Immerhin: Künftig müssen Händler eine Kennzeichnung anbringen, ob es sich um Einweg- oder Mehrweggetränke handelt. "Ich hoffe, dass sich viele Bürger dann für Mehrweggetränke entscheiden werden“, so Resch. Denn damit könne jeder Konsument einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Lobbyismus: Große gegen Kleine

Ansonsten kritisieren sowohl Umweltschützer als auch die in der Mehrweg-Allianz zusammengeschlossenen Verbände das im März beschlossene Verpackungsgesetz. Die Politik sei vor dem Lobbying der weltweit agierenden Braukonzerne und der Discounter eingeknickt, beklagt Roland Demleitner, der private Brauereien vertritt.

"Der Mittelstand zählt eben im alltäglichen politischen Geschäft, dann wenn’s drauf ankommt, weniger als in den Sonntagsreden.“
Roland Demleitner, Geschäftsführer Verband Private Brauereien in Deutschland

Ohne Druck der Politik werde der Mehrweganteil weiter sinken – als Gegenmittel fordert die Mehrweg-Allianz eine Abgabe für Einweg, zusätzlich zum Einwegpfand.