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Mehrere Sturm-Tote in den USA und auf den Philippinen

Wirbelsturm "Florence" hat an der Südostküste der USA schwere Verwüstungen angerichtet. In den Bundesstaaten North und South Carolina brachte der Sturm gewaltige Regenfälle mit sich und sorgte für verheerende Überschwemmungen und Sturmfluten. Sieben Menschen sollen ums Leben gekommen sein.

Behörden warnen vor weiteren Überschwemmungen

Der Gouverneur von North Carolina, Roy Cooper, bezeichnete das Unwetter als "Jahrtausend-Ereignis". US-Präsident Donald Trump kündigte für nächste Woche einen Besuch im Katastrophengebiet an.

"Florence" bewege sich langsam abgeschwächt landeinwärts über den Osten von South Carolina hinweg, sorge in North und South Carolina aber für "katastrophale Überschwemmungen", teilte das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) mit. Auch Tornados seien möglich. Das NHC hatte das Unwetter am Freitag zu einem tropischen Sturm herabgestuft; Entwarnung gab es aber nicht.

Katastrophale Lage auf den Philippinen

Auf den Philippinen hat der Taifun "Mangkhut" große Schäden angerichtet und Menschen getötet. Der Sturm entwurzelte Bäume, zerstörte Häuser und löste zahlreiche Erdrutsche aus. Mindestens 12 Menschen kamen ums Leben. Mehr als vier Millionen Menschen sind nach Angaben der Behörden ohne Strom.

"Mangkhut" zieht weiter in Richtung China, wo der Nationale Wetterdienst den Wirbelsturm am späten Sonntagabend oder in der Nacht zum Montag an der Südküste und auf der Tropeninsel Hainan erwartet. Auch die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong bereitet sich auf die Ankunft des Sturms vor. Behörden riefen die die Hongkonger auf, sich "auf das Schlimmste" einzustellen.

Klimaforscher: "Mangkhut" ist der gefährlichere Sturm

Taifun "Mangkhut" ist nach Einschätzung des Rückversicherers Munich Re weit gefährlicher für die Bevölkerung als Hurrikan "Florence" an der US-Ostküste. "Humanitär ist Mangkhut das ernstere Ereignis", sagte Ernst Rauch, Leiter der Klimaforschung des weltgrößten Rückversicherers. "Mangkhut" werde voraussichtlich "ein so genannter Supertaifun". Der Durchmesser sei wesentlich größer und der Sturm mit wesentlich höheren Windgeschwindigkeiten viel intensiver.

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BR24 Redaktion

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B5 aktuell vom 15.09.2018 - 16:00 Uhr