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Hauptsitz des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden
© pa/dpa/Fredrik Von Erichsen
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Hauptsitz des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden

Die Zahl der Nicht-EU-Bürger, die sich zur Arbeit in Deutschland aufhalten, ist im vergangenen Jahr erneut um mehr als 20 Prozent gestiegen. Sie erhöhte sich von etwa 217.000 im Jahr 2017 auf rund 266.000 in 2018, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Damit stieg sie das dritte Jahr in Folge um über 20 Prozent.

Meist befristete Arbeitserlaubnis für Nicht-EU-Bürger

Die meisten davon kamen aus Indien, China, Bosnien und Herzegowina sowie aus den USA. Die Zuzügler waren im Schnitt 35 Jahre alt und in rund 70 Prozent der Fälle männlich. Mehr als 80 Prozent besaßen eine befristete Arbeitserlaubnis, lediglich 17 Prozent eine unbefristete Genehmigung.

Anteil der Nicht-EU-Bürger unter den Ausländern ist klein

Verglichen mit der Gesamtzahl von Ausländern ist die Gruppe klein. Insgesamt waren nach Angaben des Bundesamts im vorigen Jahr rund 10,9 Millionen Menschen im Ausländerzentralregister (AZR) registriert, die nur eine ausländische Staatsangehörigkeit hatten. Das waren 2,7 Prozent oder etwa 292.000 mehr als noch 2017. Da in diese Zahl aber auch Nachmeldungen von Veränderungen aus früheren Jahren einfließen, ist dies nicht gleichbedeutend mit einem Zuzug.

EU-Bürger brauchen keine Arbeitserlaubnis

Die Zahl der Nicht-EU-Bürger mit einer Arbeitserlaubnis ist nicht gleichbedeutend mit der Gesamtzahl der Ausländer auf dem deutschen Arbeitsmarkt. EU-Bürger können sich ohnehin in jedem Mitgliedstaat ihrer Wahl niederlassen und arbeiten.

Arbeitserlaubnis auch für anerkannte Flüchtlinge möglich

Ausländer aus Drittstaaten, die aufgrund von anderen Aufenthaltstiteln im Ausländerzentralregister (AZR) registriert sind, haben zudem teilweise ebenfalls die Möglichkeit zur Arbeitsaufnahme. Das gilt nach Angaben des Bundesamts etwa für anerkannte Flüchtlinge.