BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Deutschland verschärft die Regeln im Kampf gegen Corona | BR24

© picture alliance/Stefanie Loos/AFP POOL/dpa

Bundeskanzlerin Merkel (M), Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin

48
Per Mail sharen

    Deutschland verschärft die Regeln im Kampf gegen Corona

    Mehr als acht Stunden haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder gerungen. Nun steht fest: die Corona-Regeln werden nochmals verschärft. So wird die Maskenpflicht ausgeweitet und eine Sperrstunde in der Gastronomie eingeführt.

    48
    Per Mail sharen

    Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen haben Bund und Länder am Mittwochabend in Berlin strengere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie beschlossen.

    "Wir müssen verhindern, dass es zu einem unkontrollierten beziehungsweise exponentiellen Anstieg weiter kommt." Bundeskanzlerin Angela Merkel

    Sperrstunde um 23 Uhr bei Inzidenzwert von 50

    In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen wird es künftig generell eine Sperrstunde um 23.00 Uhr in der Gastronomie geben. Dies soll ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gelten. Das haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch in Berlin beschlossen.

    "Eine Stunde weniger Alkohol kann ja wohl nicht ernsthaft wichtiger sein als am Ende die Frage, ob wir wieder Triage-Systeme wie in anderen Ländern diskutieren wollen." Ministerpräsident Markus Söder

    Private Feiern sollen generell auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt werden, wenn der Grenzwert überschritten wird.

    Maskenpflicht wird ausgeweitet

    Desweiteren wird die Maskenpflicht ausgeweitet. Ab dem Warnwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche soll sie auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

    In Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten von mehr als 50 sollen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen. Sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg dann noch immer nicht zum Stillstand bringen, sollen sich nur noch bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum treffen dürfen.

    Unterschiedliche Wege bei Beherbergung

    Die Beherbergung von Urlaubern aus anderen Ländern bleibt ein Streitthema. Die 16 Bundesländer konnten sich nicht auf einheitliche Regeln einigen. Eine Mehrzahl der Landesregierungen will keinen Negativ-Test von Urlauber aus Risikogebieten als Voraussetzung für Übernachtungen in Hotels oder Ferienwohnungen einfordern.

    Mehr als 5.000 Neuinfektionen in Deutschland

    Die Konferenz im Kanzleramt stand unter dem Eindruck stark steigender Infektionszahlen in Deutschland und zum Teil noch dramatischerer Entwicklungen bei vielen europäischen Nachbarn. Hierzulande wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch aktuell 5.132 Neuinfektionen gemeldet - so viele wie seit Mitte April nicht mehr.

    Mehrere Ministerpräsidenten, unter ihnen Bayerns Regierungschef Markus Söder, hatten gefordert, dass man sich beim Bund-Länder-Treffen auf klarere und einheitliche Regeln bei der Pandemie-Bekämpfung verständigen müsse.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!