| BR24

 
 

Bild

Symbolbild: Frau in Unternehmen
© dpa-Bildfunk/Jan Woitas

Autoren

© dpa-Bildfunk/Jan Woitas

Symbolbild: Frau in Unternehmen

Die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland hat sich nach drei Jahren mit starken Rückgängen 2018 weitgehend stabilisiert. Dazu trug vor allem bei, dass mehr Frauen den Schritt in die Selbständigkeit wagten. Das geht aus einer ersten Auswertung des Gründungsmonitors der staatlichen Förderbank KfW hervorgeht. Insgesamt machten sich 547.000 Menschen selbständig, das waren zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor. In der Vergangenheit hatte es noch Rückgänge mit jeweils zweistelligen Raten gegeben.

Viele Gründerinnen

Entscheidend zur Stabilisierung trug die Gründungstätigkeit von Frauen bei. Der Umfrage zufolge machten sich 216.000 Frauen selbständig und damit vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der männlichen Existenzgründer sank dagegen um fünf Prozent auf 331.000. Die Gründe für diese gegensätzliche Entwicklung sind nicht bekannt.

Gute Lage auf Arbeitsmarkt bremst Gründer

Insgesamt bremst allerdings nach wie vor die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt das Interesse an einer Selbständigkeit. "Potenzielle Gründer finden derzeit andere sehr attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten. Berufliche Entscheidungen fallen daher häufig zugunsten eines Angestelltenverhältnisses aus", sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.