BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

Mehr Dicke, mehr Diskriminierung | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Mehr Dicke, mehr Diskriminierung

Es gibt immer mehr dicke Menschen, als Krankheit wird Adipositas aber nicht wahrgenommen. Die Diskriminierung extrem dicker Menschen sei gestiegen, sagt Claudia Luck-Sikorski von der SRH Hochschule für Gesundheit in Gera in der radioWelt.

Per Mail sharen
Teilen

Jeder zweite Deutsche bringt zu viele Kilos auf die Waage. Jeder vierte Erwachsene zwischen 18 und 79 Jahren gilt als fettleibig. Extremes Übergewicht, sogenannte Adipositas, aber wird nach den Worten der Professorin für Psychische Gesundheit und Psychotherapie in Gera, Claudia Luck-Sikorski, oft als selbstverschuldet angesehen."Die stark übergewichtigen Menschen werden aber dann doch negativ beurteilt, als unästhetisch, faul, sie sind selbst schuld an ihrem Zustand."

Adipositas aber sei ein Krankheitsbild. Die Menschen bräuchten Hilfe. Aufklärung ist nach den Worten der Psychotherapieprofessorin vonnöten. Medien sollten nicht immer nur das Bild des "kopflosen Dicken zeigen, wo man Kopf und Beine nicht sieht, nur den beleibten Leib, der dann meistens noch porträtiert wird, wenn er isst." Das sei ein Klischee, das nicht belegt sei. Stattdessen müsse über die komplexen Ursachen der Adipositas aufgeklärt werden. Schuldzuweisungen seien falsch.

Claudia Luck-Sikorski von der SRH Hochschule für Gesundheit in Gera ist Mitautorin des XXL-Reports von DAK-Gesundheit und Johnson & Johnson Medical, der heute veröffentlicht wird.