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Mehr Bargeld statt Sachleistungen | BR24

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Mehr Bargeld statt Sachleistungen

Immer mehr Hilfswerke setzen auf Bargeldzahlungen statt Sachleistungen für Bedürftige. "Das Geld kommt direkt an die Menschen", versichert Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, in der radioWelt auf Bayern 2.

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Circa sechs Prozent aller Entwicklungshilfen weltweit werden mittlerweile in Bargeld statt in Sachleistungen ausgegeben, Tendenz steigend. Auch die Diakonie Katastrophenhilfe setzt auf Finanzspritzen statt auf Güterpakete, bestätigt Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks und der Hilfsorganisation Brot für die Welt. Die Erfahrung zeige, dass Standardpakete mit Hilfsgütern häufig nicht den Bedürfnissen von Familien vor Ort entsprechen. Diese seien dann gezwungen, die Güter weiter zu verkaufen.

Brot für die Welt schließt Missbrauch von Hilfsgeldern aus

„Wir reden ja von Menschen, die manchmal nicht mehr haben als das, was sie auf dem Leib tragen. Und die sich dann entscheiden müssen, ob sie das bisschen, was sie haben für Windeln einsetzen oder doch eher für Nahrung.“

Diese Art der Hilfe eigne sich aber nicht für den akuten Katstrophenfall nach Erdbeben oder Naturkatastrophen, wo dringend Sachleistungen gebraucht würden, so die Chefin der Diakonie Katastrophenhilfe. Einen Missbrauch der Gelder in den Zielländer schließt die Brot für die Welt-Chefin aus.

„Das hat mit der Regierung gar nichts zu tun, die sehen ja keinen Pfennig davon, das kommt direkt an die Menschen. Die Menschen bekommen entweder eine Geldkarte, die monatlich aufgeladen wird, mit der sie am Automaten Geld ziehen können. Oder sie bekommen Gutscheine, mit denen sie in bestimmten Läden einkaufen können."

Auch beim UN-Weltnothilfegipfel in Istanbul hatte der Runde Tisch zur Finanzierung humanitärer Hilfe kürzlich empfohlen, Bargeldtransfers und nicht-zweckgebundene Mittel zu fördern.


Sendung

radioWelt

Von
  • Friederike Weede
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