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Meereis in Arktis taut erstmals bis zum Nordpol | BR24

© dpa/pa/Alfred-Wegener-Institut

Flugzeugaufnahme des arktischen Meereises

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    Meereis in Arktis taut erstmals bis zum Nordpol

    Die Meereisfläche in der Arktis ist in diesem Sommer massiv geschrumpft. Das Eis sei bis in die Zentralarktis um den Nordpol hinein getaut, sagte der Klimaforscher Klaus Grosfeld vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut/AWI.

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    So weit nördlich sei das Eis bis dato in den Sommermonaten noch nie geschmolzen. Das zeige, wie angegriffen das System sei, betonte er. Im Winter werde der Bereich zwar wieder zufrieren. Nun bestehe aber die Gefahr, dass im nächsten Sommer das Meereis wieder so weit zurückgehe.

    Die Eisfläche in der Arktis reduzierte sich nach Auswertungen des AWI und der Universität Hamburg im September auf eine Größe von knapp 4,1 Millionen Quadratkilometern: Das war nach der Rekordschmelze im Jahr 2012 die zweitkleinste Fläche seit Beginn der Auswertung von Satellitendaten.

    Grund für die Meereisschmelze sei die Klimaerwärmung. Der vergangene Winter sei besonders warm gewesen. Dadurch habe sich in vielen Gebieten nur sehr langsam neues Meereis gebildet, hieß es.