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Medizinexperte zu Sterbehilfe: "Gesetz soll bleiben wie es ist" | BR24

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Vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts über das Verbot organisierter Hilfe beim Suizid hat sich Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender der Deutschen Hospiz- und Palliativstiftung, gegen eine Lockerung des Gesetzes ausgesprochen.

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Medizinexperte zu Sterbehilfe: "Gesetz soll bleiben wie es ist"

Vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts über das Verbot organisierter Hilfe beim Suizid hat sich Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender der Deutschen Hospiz- und Palliativstiftung, gegen eine Lockerung des Gesetzes ausgesprochen.

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Prof. Dr. Winfried Hardinghaus von der Deutschen Hospiz- und Palliativstiftung äußert im Interview mit der Bayern 2-radioWelt die Befürchtung eines "Dammbruchs" bei der Sterbehilfe und warnte vor einer Gesetzesänderung: "Die richtige Entscheidung wäre aus meiner Sicht ganz klar, das Gesetz so zu belassen, wie es ist und keine Liberalisierung des Gesetzes zuzulassen."

Der Palliativmediziner verwies auf die Möglichkeiten der Ärzte und Betreuer, dem Sterbenden zu helfen:

"Weil wir Mediziner (...), die Schwerkranke begleiten, gute Möglichkeiten haben, Leiden zu nehmen, Leiden zu lindern. Ich kenne aus meiner 25-jährigen Zeit als Palliativmediziner keinen einzigen Fall, in dem wir nicht ausreichend Schmerzlinderung (...) hätten vornehmen können. Es bedarf meines Erachtens keiner spektakulärer Aktionen der Suizidbeihilfe."

Der Vorsitzende der Deutschen Hospiz- und Palliativstiftung warnt ausdrücklich vor Liberalisierung: Die große Gefahr sei, dass durch eine Lockerung die Patienten unter Druck gesetzt würden, freiwillig aus dem Leben zu scheiden.