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Zerstörter Teil am Gaza-Streifen.

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    Waffenstillstand in Nahost beschlossen

    Das Sicherheitskabinett Israels hat einer Waffenruhe mit der Hamas im Gazastreifen zugestimmt. Die radikalislamische Hamas und die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad bestätigten die Einigung auf eine Feuerpause.

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    • BR24 Redaktion

    Israel und die radikalislamische Hamas haben sich nach tagelangen gegenseitigen Raketenangriffen auf eine Waffenruhe verständigt.

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts mit, die Teilnehmer hätten die "ägyptische Initiative für eine bedingungslose Feuerpause einstimmig angenommen". Die radikalislamische Hamas und die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad bestätigten die Einigung und erklärten, die Waffenruhe trete um 2 Uhr (Ortszeit) in Kraft.

    Auch am Donnerstag gab es ei gegenseitigem Beschuss Opfer. Auf israelischer Seite stieg die Zahl der Toten auf zwölf. Auf palästinensischer Seite wurden 232 Tote gezählt.

    Internationaler Druck zum Waffenstillstand

    In den vergangenen Tagen hatten mehrere Staaten - darunter auch Deutschland - sich um ein Ende der Raketen- und Luftangriffe bemüht. US-Präsident Joe Biden drang am Mittwoch in einem Telefonat mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf eine sofortige Deeskalation. Die USA sind der mit Abstand wichtigste Verbündete Israels. Zuletzt stand Biden auch vonseiten seiner Demokraten unter Druck, eine stärkere Rolle bei den Bemühungen um einen Stopp der Kämpfe einzunehmen. Am Donnerstag reiste Bundesaußenminister Heiko Maas in die Region.

    Kundgebung in Berlin: Solidarität mit Israel

    In Deutschland hatten zuvor bei einer Kundgebung in Berlin mehrere Politiker ihre Solidarität mit Israel zum Ausdruck gebracht. Justizministerin Christine Lambrecht etwa erklärte, der Terror gegen Israel sei ein Verbrechen und antisemitische Demonstrationen und Übergriffe in Deutschland seien eine Schande.

    Sicherheit Israels ist deutsche Staatsräson

    Vizekanzler Olaf Scholz sagte, die Sicherheit des jüdischen Staats sei deutsche Staatsräson. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn, Arbeitsminister Hubertus Heil und Berlins Regierender Bürgermeister Michel Müller nahmen an der Kundgebung teil.

    Streitpunkte

    Die schwersten Gefechte zwischen Israel und radikalen Palästinensern seit Jahren gingen aus Auseinandersetzungen an der Al-Aksa-Moschee in Ost-Jerusalem hervor. Am Montag vergangener Woche reagierte die Hamas darauf mit Raketenangriffen. Verschärft wurden die Spannungen durch Pläne, Häuser palästinensischer Familien in Ost-Jerusalem zu räumen. Das Land wird von jüdischen Siedlern beansprucht.

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