Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Massiver "Gelbwesten"-Protest in Frankreich | BR24

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR24

Gelbwestenproteste in Paris und London

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Massiver "Gelbwesten"-Protest in Frankreich

Wurfgeschosse, Tränengas und Festnahmen - die Proteste der "Gelbwesten" in Paris verliefen zwar zunächst friedlich. Doch in der Nähe des Triumphbogens kam es dann doch zu Auseinandersetzungen.

Per Mail sharen

In Frankreich sind erneut Tausende "Gelbwesten" auf die Straße gegangen, um gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron zu protestieren. In Paris setzte die Polizei am Samstagnachmittag auf dem Pracht-Boulevard Champs-Élysées nach einem zunächst friedlichen Verlauf der Proteste Tränengas gegen Demonstranten ein und sperrte den Zugang zur Place de la Concorde ab.

Auch am Triumphbogen versuchte die Polizei, mit Tränengas Demonstranten von der Place de l'Etoile fernzuhalten. Einige Demonstranten hätten zuvor Wurfgeschosse in Richtung von Polizisten geschleudert, sagte eine Polizei-Sprecherin.

Landesweit hatte die Polizei ein Großaufgebot von 80.000 Polizisten im Einsatz, davon 5.000 allein in Paris, weil die Behörden eine Eskalation der Gewalt befürchteten. Die Sicherheitskräfte nahmen in der Hauptstadt 59 Personen fest, die meisten bei Kontrollen vor der Demonstration.

Demos in Bourges und Straßburg

Auch in anderen Landesteilen gab es Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern. Eine der größten fand in Bourges statt, wo nach Angaben der Behörden mehr als 5.000 "Gelbwesten" einem über soziale Netzwerke verbreiteten Protestaufruf folgten. In Straßburg gingen zwischen 1.500 und 2.000 Demonstranten auf die Straße und zogen vom Europaparlament Richtung Innenstadt und Hauptbahnhof.

Neuer Zulauf für "Gelbwesten"-Bewegung

Nachdem die Proteste der Gelbwesten-Bewegung zum Ende des vergangenen Jahres immer mehr abgeebbt waren, erhalten sie seit Jahresbeginn wieder mehr Zulauf. Am vergangenen Samstag war es nach anfänglich friedlichen Protesten in Paris erneut zu Gewaltausbrüchen gekommen. Demonstranten setzten dabei Barrikaden in Brand und warfen Gegenstände auf Polizisten. Ein Restaurantschiff auf der Seine wurde in Brand gesetzt.

Nach Zugeständnissen hatte die französische Regierung zuletzt eine härtere Gangart gegen die "Gelbwesten" eingeschlagen. Aber Staatschef Emmanuel Macron versucht auch, die Protestbewegung durch einen "Bürgerdialog" zu besänftigen, der kommenden Dienstag beginnen soll. Der Vorschlag stößt jedoch weitgehend auf Skepsis.

Die Proteste hatten sich an Regierungsplänen zu Benzinpreiserhöhungen entzündet. Sie wuchsen sich rasch zu Massendemonstrationen gegen Präsident Macron und dessen Wirtschaftspolitik insgesamt aus.