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Maske im Auto: Wird das Mitführen künftig Pflicht? | BR24

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Einwegmaske im Auto

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    Maske im Auto: Wird das Mitführen künftig Pflicht?

    Einige Dinge müssen Autofahrer dabei haben - seit 2014 ist zum Beispiel die Warnweste vorgeschrieben. Bald könnte sich ein neuer Gegenstand dazugesellen: die Corona-Schutzmaske. Das Verkehrsministerium von Andreas Scheuer prüft eine Mitführpflicht.

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    Von
    • Fabio Taormina

    Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte für verschiedene Situationen gewappnet sein. Im Winter ist ein Eiskratzer zum Beispiel sinnvoll, jedoch ist er nicht gesetzlich vorgeschrieben. Anders sieht es bei Warndreieck oder Verbandskasten aus: Die müssen mit.

    Mitführen der Maske könnte Pflicht werden

    Wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtet, plant das Bundesverkehrsministerium eine weitere sogenannte Mitführpflicht: Die Mund-Nase-Bedeckung soll auch für die Zeit nach der Pandemie steter Begleiter bei allen Autofahrten werden. Das geht der Zeitung zufolge aus einer Stellungnahme hervor, die das Ressort von Andreas Scheuer dem Petitionsausschuss des Bundestages abgegeben hat. Das Verkehrsministerium hat das auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigt: Demnach prüft man, die Straßenverkehrszulassungsordnung entsprechend zu ändern. Konkret sieht der Plan vor, dass Autofahrer jederzeit zwei Masken in ihrem Wagen dabei haben.

    Sind Strafen geplant?

    Laut Zeitung will sich das Ministerium an den Regelungen für Warnwesten orientieren. Auch diese müssen alle Autofahrer dabei haben. Wer ohne Warnweste erwischt wird, kann zur Kasse gebeten werden: Das kostet 15 Euro. Ähnlich soll es nun mit den Masken funktionieren. Vom Verkehrsministerium heißt es: Eine solche Vorgabe sei schneller umzusetzen als wenn man den Menschen vorschreibt, dass Masken im Verbandskasten sein müssen. Wenn die neue Regel kommt, werden also viele Autofahrer - wie schon jetzt oft - Masken im Handschuhfach liegen oder am Innenspiegel hängen haben - nur dann eben verpflichtend.

    In Bayern gilt derzeit keine FFP2-Maskenpflicht im Auto - weder zum Tragen noch zum Mitführen. Anders in Berlin: Hier muss auch in privaten Pkw eine medizinische Schutzmaske getragen werden, wenn Fahrer aus verschiedenen Hausständen im Auto sitzen.

    Das sagt der ADAC dazu

    Der ADAC sieht eine solche Mitführpflicht von Mund-Nase-Bedeckungen auch für die Zeit nach der Corona-Pandemie eher kritisch. Eine Sprecherin sagte: "Regelungen finden dann die Akzeptanz der Menschen, wenn sie nachvollziehbar sind und der Regelungsbedarf erkennbar ist." Jetzt, während der Pandemie, werde die Maske notwendigerweise von den Menschen mitgeführt, weil sie diese spätestens beim Tanken oder beim Einkaufen benötigten. Nach Bewältigung der Pandemie erschließt sich der Sinn nach ADAC-Einschätzung dagegen kaum.

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