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Masern: WHO erklärt Impfgegner zur globalen Bedrohung | BR24

© dpa/pa/Eibner-Pressefoto

Symbolbild Masern

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    Masern: WHO erklärt Impfgegner zur globalen Bedrohung

    Immer wieder lassen Eltern ihre Kinder nicht gegen Masern impfen - inzwischen breitet sich die hoch ansteckende Krankheit wieder aus. Die WHO führt Impfgegner deshalb nun als Bedrohung für die Weltgesundheit.

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    Impfungen seien eine der kostenwirksamsten Methoden, um Krankheiten zu vermeiden, heißt es in dem WHO-Bericht zu Gefahren für die Weltgesundheit. Derzeit werden demnach zwei bis drei Millionen Todesfälle pro Jahr verhindert. Weitere 1,5 Millionen könnten vermieden werden, wenn die Impfungen weltweit verbessert würden. Je weniger Menschen geimpft sind, umso leichter breiten sich Krankheiten aus, die eigentlich ausgerottet werden könnten.

    Zahl der Masern-Fälle stark gestiegen

    Masern sollten 2020 eigentlich ausgerottet sein. Bei Masern sei die Anzahl der Fälle weltweit um 30 Prozent gestiegen, warnte die WHO. Die Gründe für diesen Anstieg seien komplex: Einige Menschen hätten keinen Zugang zu Impfstoffen, andere vertrauten den Maßnahmen nicht.

    2017 gab es 35 Masern-Tote in Europa

    Bereits vor einem Jahr zeigte sich die WHO wegen der steigenden Anzahl an Masern-Toten in Europa besorgt. 35 Menschen starben 2017 an Masern, etwa 21.000 - das sind etwa viermal so viele wie 2016 - daran erkrankt.

    Hoch ansteckend und gefährlich

    Masernviren sind extrem ansteckend und werden beim Sprechen, Husten oder Niesen über kleine Tröpfchen in der Luft übertragen. Die Erkrankung gehen zunächst mit grippeähnlichen Symptomen und später einem charakteristischen Hautausschlag einher. Die Infektion schwächt das Immunsystem immens, weitere Infektionen sind darum eine häufige Folge. Eine gefürchtete Folge ist eine Gehirnentzündung, die Masern–Enzephalitis, die tödlich oder mit bleibenden Schäden enden kann.

    Als weitere Bedrohung für die Weltgesundheit nannte die WHO unter anderem die Luftverschmutzung, den Klimawandel, hochansteckende Krankheiten wie Ebola und auch Resistenzen gegen Antibiotika.

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