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Marx tritt als Vorsitzender der Bischofskonferenz nicht mehr an | BR24

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Der Erzbischof von Freising und München will nicht wieder Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz werden. der 66jährige Kardinal Reinhard Marx erklärte dazu, es sei gut, wenn die jüngere Generation an die Reihe käme.

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Marx tritt als Vorsitzender der Bischofskonferenz nicht mehr an

Kardinal Reinhard Marx steht nicht für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz zur Verfügung. Das teilte er in einem Brief an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz mit.

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Der Münchner Kardinal Reinhard Marx gibt das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ab. Er stehe für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung, teilte die DBK in Bonn mit. Marx hätte sich bei der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz Anfang März in Mainz zur Wiederwahl stellen müssen. Jetzt werde dort ein anderer Bischof gewählt werden müssen, sagte eine DBK-Sprecherin.

Der 66-jährige Marx ist Erzbischof von München und Freising und seit 2014 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

Marx sieht Jüngere an der Reihe

Dass der Münchner Erzbischof für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung steht, dafür gab es keine Anzeichen. In einem Brief an seine Bischofskollegen teilte er nun mit, dass er nicht mehr kandidieren will. Das stehe schon seit einiger Zeit steht für ihn fest. Er wäre am Ende einer möglichen zweiten Amtszeit 72 Jahre alt. Die jüngere Generation sei nun an der Reihe, argumentierte Marx. Vielleicht sei es auch gut, wenn es häufiger einen Wechsel in dieser Aufgabe gebe.

Mutmaßungen über Gründe

Ob es auch andere Gründe für einen Verzicht auf eine zweite Amtszeit gibt, darüber lässt sich nur mutmaßen. Zuletzt war die Deutsche Bischofskonferenz immer wieder blockiert wegen unterschiedlicher Auffassungen in entscheidenden Fragen. So konnte bei der jüngsten Tagung des ständigen Rates der Bischöfe nicht geklärt werden, wie Missbrauchsopfer entschädigt werden sollen und ob es unabhängige Aufklärung von Missbrauchsfällen in allen Bistümern geben soll.

Engagement bei Synodalem Weg und im Erzbistum

Auch der Reformprozess der katholischen Kirche, der vor 10 Tagen in Frankfurt begann, ist unter den Bischöfen umstritten. Eine Minderheit behält sich vor, nicht alle Beschlüsse des sogenannten Synodalen Wegs umzusetzen. Für diesen synodalen Weg will sich Marx auch weiterhin engagieren. Zugleich wolle er wieder stärker in seinem Erzbistum München und Freising präsent sein.

2008 unterlag Marx dem Freiburger Erzbischof Zollitsch

Der 66-jährige Marx steht seit über einem Jahrzehnt an der Spitze eines der reichsten Bistümer der katholischen Welt: Er ist Erzbischof von München und Freising. Von 2002 bis 2008 war er Bischof von Trier. 2008 wurde er bereits als Favorit für den Vorsitz der Bischofskonferenz gehandelt, unterlag aber dem Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch.

2014 klappte es schließlich für Marx. Die DBK ist das Führungsgremium der katholischen Kirche in Deutschland. Allerdings kann sie den einzelnen Bischöfen nichts vorschreiben, dementsprechend trat Marx eher als Initiator und Moderator auf.

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Kardinal Reinhard Marx steht nicht für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz zur Verfügung. Das teilte er in einem Brief an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz mit.

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