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Martin Hagen unzufrieden mit Corona-Regeln für Einzelhandel | BR24

© FDP

Nach dem Bund-Ländergipfels, auf dem über den weiteren Fahrplan für die Weihnachtszeit gesprochen wurde, ist Martin Hagen, Fraktionschef der FDP im Bayerischen Landtag, erst einmal beruhigt. Dennoch äußert er auch Kritik.

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Martin Hagen unzufrieden mit Corona-Regeln für Einzelhandel

Der FDP-Fraktionschef im Bayerischen Landtag, Martin Hagen, bewertet die Corona-Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels als grundsätzlich akzeptabel. Für den Einzelhandel hätte er sich jedoch eine andere Variante gewünscht.

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Von
  • Ulrike Beck
  • Franziska Schulze

Die meisten Beschlüsse seien mit Augenmaß getroffen, meint der bayerische FDP-Politiker Martin Hagen. Dass etwa von einer bundesweiten Maskenpflicht für Grundschüler abgesehen wurde, hält er für richtig - Bayern bildet jedoch eine Ausnahme. Hier gilt die Maskenpflicht für Grundschüler bereits.

Darüber hinaus unterstützt er den Beschluss, zur sogenannten "Ein-Freund-Regelung". "Wir haben diese 'Ein-Freund-Regelung' vom Tisch, die ja im Gespräch war und völlig an der Lebensqualität vorbei ging", sagt Hagen.

Kritik an Regeln für Einzelhandel

Wenn es um die nun erlassenen Regelungen für den Einzelhandel geht, ist er jedoch unzufrieden. Die Verschärfungen bewertet er als wenig zielführend. So soll künftig in kleineren Geschäften nur noch ein Kunde pro zehn Quadratmetern zugelassen sein, in größeren Geschäften ist es ein Kunde pro 20 Quadratmetern.

Zudem wäre der Schwenk von Alltagsmasken zu Schutzmasken eine bessere Variante gewesen: "Ich glaube, besser wäre es darauf zu achten, dass die Leute auch verstärkt FFP2-Masken tragen." Diese schützen besser vor Aerosolen, die bei der Ansteckung mit Corona ausschlaggebend sind. "Da tut die Politik wirklich viel, um Amazon zu unterstützen und dem klassischen Einzelhändler zu schaden", ärgert sich Hagen.

Hagen sieht "bayerischen Sonderweg" kritisch

Darüber hinaus bezeichnete der FDP-Politiker den bayerischen Sonderweg, was die Maßnahmen zur Bekämpfung des Infektionsgeschehen angeht, als wenig zielführend: "Wir sehen ja leider, dass der bayerische Sonderweg nicht zu besseren Ergebnissen führt. Bayern hat von allen Flächenländern die höchsten Corona-Zahlen. Wir haben die meisten Corona-Toten. Wir haben Probleme, die Risikogruppen zu schützen. Also der bayerische Sonderweg war bisher nicht so furchtbar erfolgreich."

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