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Söder: Union soll K-Frage zu späterem Zeitpunkt klären | BR24

© Markus Söder beim ARD-Sommerinterview.

Corona-Lockerungen, die Missachtung von Schutzmaßnahmen - das Virus war das zentrale Thema im ARD-Sommerinterview mit CSU-Chef Söder für den Bericht aus Berlin. Aber auch die K-Frage durfte natürlich nicht fehlen.

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Söder: Union soll K-Frage zu späterem Zeitpunkt klären

Der Kanzlerkandidat der Union soll im Dezember gekürt werden. Im ARD-Sommerinterview hat sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nun dafür ausgesprochen, die Nominierung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat für eine spätere Kür des Kanzlerkandidaten der Union geworben. Er halte den März des kommenden Jahres für einen guten Zeitpunkt. "Corona verschiebt ja alles", so der Politiker im ARD-Sommerinterview, das heute um 18.05 Uhr im "Bericht aus Berlin" im Ersten ausgestrahlt wird.

Söder betont Verbundenheit zu Bayern

Noch im Juni hatte der CSU-Politiker erklärt, wer als Kanzlerkandidat für die Union antrete, werde voraussichtlich erst im Januar entschieden - also nach der Wahl des neuen CDU-Chefs. Dieser soll Anfang Dezember bei einem Parteitag in Stuttgart gewählt werden. Die CSU trifft sich eine Woche später in Nürnberg.

Söder sagte zu einer möglichen eigenen Kanzlerkandidatur: "Wenn ich sage, mein Platz ist in Bayern, dann ist das nicht nur irgendwie so ein Satz, den man dahersagt." Um den CDU-Vorsitz bewerben sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Bei der Frage nach der Kanzlerkandidatur der Union liegen alle drei in Umfragen weit hinter Söder zurück.

Gute Umfragewerte der Union seien nicht "reell"

Er nehme es aber ernst, dass sich viele Bayern seinen Verbleib als Ministerpräsident in Bayern wünschten, erklärte Söder. Söder warnte auch davor, die derzeit guten Umfragewerte für die Union zu umstandslos hinzunehmen: "Die derzeitigen Umfragewerte sind keine reellen", meinte er. Das sei auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschuldet. Söder fordert deshalb, dass man sich inhaltlich für die nächsten Jahre "positionieren solle".

Corona-Tests ausweiten, Maskenpflicht stärker kontrollieren

Bei der Bekämpfung des Coronavirus will Söder weiter vorsichtig agieren. Dazu seien etwa stärkere Kontrollen von Schutzmaßnahmen wie der Maskenpflicht denkbar. Sonst hätten die Regeln ja "keinen großen Sinn", so der CSU-Politiker. Er habe kein Verständnis für die Ideen, die zum Beispiel hinter Corona-Demonstrationen steckten. "Ist das wirklich eine solche Einschränkung von Freiheit?", fragte er im Interview. "Einige wenige Unvernünftige" könnten viel kaputtmachen.

Ab nächster Woche besteht eine Testpflicht für Urlaubs-Heimkehrer aus Risikogebieten. Diesbezüglich will der bayerische Ministerpräsident die Testkapazitäten noch stärker ausweiten. Man solle "lieber mehr testen als weniger". Es müssten auch genügend Testkapazitäten für Lehrpersonal und Schüler vorgehalten werden, wenn in Bayern die Sommerferien enden.

© BR

Für den Bericht aus Berlin stellte sich CSU-Parteichef Söder den Fragen von Oliver Köhr. Dabei ging es vor allem um die Corona-Pandemie, Corona-Lockerungen, Tests und eine mögliche zweite Welle, aber auch um die K-Frage.

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