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Söder: "Inzidenzwert von 50 bleibt das Ziel" | BR24

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Ministerpräsident Söder hat vor dem Bund-Länder-Treffen zur Bewertung des Teil-Lockdowns die Corona-Maßnahmen als wirksam bezeichnet. Die entscheidende Frage sei aber, wie nachhaltig diese Wirkung sei.

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Söder: "Inzidenzwert von 50 bleibt das Ziel"

Ministerpräsident Söder hat vor dem Bund-Länder-Treffen zur Bewertung des Teil-Lockdowns die Corona-Maßnahmen als wirksam bezeichnet. Die Frage sei aber, wie nachhaltig diese Wirkung sei. Als Ziel nannte er die Rückkehr zu einem Inzidenzwert von 50.

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Halbzeit beim Teil-Lockdown: Bund und Länder ziehen am heutigen Montag Zwischenbilanz. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die 16 Regierungschefs der Länder werden sich am Nachmittag zusammenschalten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat davor die Corona-Maßnahmen als wirksam bezeichnet. Am Ende sei die entscheidende Frage allerdings nicht, ob die Maßnahmen wirken, sondern wie nachhaltig, betonte er im radioWelt-Interview auf Bayern 2.

"Also: Wie weit kommen wir runter. Fakt ist, wir müssen eigentlich auf die berühmte Zahl 50 der Inzidenzwerte, denn nur dann lässt sich auf Dauer Corona eindämmen und durch die Gesundheitsbehörden nachverfolgen. Da sind wir noch weit entfernt davon. "

Corona-Todesfälle einfach hinzunehmen, nannte Söder eine "ethische Kapitulation" und er forderte deshalb, jetzt nachhaltig und konsequent zu handeln.

Kein Auf-und-Ab wie in Österreich

"Ich bin für einen klareren und härteren Kurs, weil sie auch langfristig wirken müssen. Wir können kein ständiges Auf-und-Ab oder Vor-und-Zurück machen. Man sieht an Österreich, welche Wirkung das hat."

Am Freitag wurden in Österreich fast 10.000 Neuansteckungen binnen 24 Stunden vermeldet, am Samstag waren es 7.000 neue Corona-Fälle. Kanzler Sebastian Kurz hatte einen Lockdown und Massentests angekündigt.

Alternative Unterrichtsformen notwendig

Zur Debatte, wie es an den Schulen weitergehen sollte, regte Söder an, andere Unterrichtsformen ins Auge zu fassen, um an den Schulen die Infektionen einzudämmen.

"Wir müssen uns in dieser Woche darauf einigen, wie wir alternative Unterrichtsformen machen. Neben Präsenz-, auch möglicherweise einen Wechselunterricht, gerade für die Älteren."

Der Ministerpräsident lobte die Disziplin der Schüler. Gleichzeitig forderte er aber, den Leistungsdruck herauszunehmen: "Die Anpassung von Lehrplänen, von Lehr-Prüfungen an das Pandemie-Geschehen ist echt zwingend."

Bayern sei schon jetzt viel weiter, als andere Bundesländer. "Wir setzen uns ja heute möglicherweise mit der Maskenpflicht auf nationaler Ebene durch. Gerade in der Grundschule ist die Maskenpflicht ein gutes Mittel, um die Schulen offen zu lassen."

Anti-Corona-Maßnahmen werden vermutlich verschärft

Am Nachmittag schalten sich Kanzlerin Merkel und die 16 Regierungschefs der Länder zusammen. Zwar werden sie vermutlich keine weitreichenden Beschlüsse treffen, der Bund will aber die Anti-Corona-Maßnahmen weiter verschärfen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor. So sollen sich Angehörige des eigenen Hausstandes nur mit maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes treffen dürfen. Kinder und Jugendliche werden demnach angehalten, sich in der Freizeit nur mit einem festen Freund zu treffen. Auf private Feiern soll bis Weihnachten komplett verzichtet werden. Wer Schnupfen oder andere Erkältungssymprtome hat, soll sich in Quarantäne begeben.

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