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Mann stirbt durch Dachlawine: jetzt elf Lawinentote in den Alpen | BR24

© dpa-Bildfunk

Ein Feuerwehrmann befreit ein Dach von seiner Schneelast.

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    Mann stirbt durch Dachlawine: jetzt elf Lawinentote in den Alpen

    Ein Mann ist in der Steiermark von einer Dachlawine verschüttet worden und gestorben. Bisher sind elf Menschen in Österreich durch Lawinen umgekommen. Das sind doppelt so viele Tote wie im langjährigen Durchschnitt.

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    Die tödlichen Zwischenfälle aufgrund der Schneelage in den Alpen reißen nicht ab. In St. Nikolai im österreichischen Bundesland Steiermark kam nach Angaben der Polizei am Dienstag ein 57-Jähriger beim Schneeräumen ums Leben. Er wurde von einer eineinhalb Meter hohen Schneewechte getroffen, die sich vom Dach eines unbewohnten Hauses löste.

    Extrem schwerer, verdichteter Schnee

    Der stark verdichtete und schwere Schnee stürzte aus zwei bis drei Metern auf den 57-Jährigen. Ein Arzt des Bundesheeres versuchte laut Polizei den Mann wiederzubeleben, aber ohne Erfolg. St. Nikolai im Sölktal gehört zu den Gemeinden, die wegen der Lawinengefahr nicht auf der Straße erreichbar sind.

    In Kärnten stirbt ein junger Skilehrer

    In den Alpen ist trotz des Endes des zweiwöchigen Dauer-Schneefalls die Lawinengefahr hoch. "Die Situation bleibt ernst", erklärte der Lawinenwarndienst Salzburg. In vielen Regionen galt die zweithöchste Warnstufe. Im österreichischen Bundesland Kärnten starb ein 24-jähriger Skilehrer aus Tschechien, der zusammen mit seinem Vater auf einer Skitour am Ankogel war, unter einer Lawine.

    Verschütteter Skifahrer aus Lech noch nicht gefunden

    Unterdessen ist der erneute Versuch, einen von einer Lawine verschütteten Skifahrer in Lech zu finden, zunächst ohne Erfolg geblieben. Wie die Polizei am Dienstag berichtete, war beim Überfliegen des Unglücksorts mit dem Hubschrauber kein Signal aufzufangen. Der vermisste 28-Jährige hatte wie seine drei bereits tot geborgenen Freunde ein Lawinenpiepsgerät dabei. Es bestehe keine realistische Hoffnung, den Vermissten lebend zu finden, hieß es. Die Suche soll an diesem Mittwoch mit einem Großaufgebot von rund 80 Spezialisten von Bergrettung, Bundesheer und Alpinpolizei fortgesetzt werden.

    Doppelt so viele Lawinentote wie sonst

    In Österreich sind in diesem Winter nach vorläufigen Daten bisher elf Menschen in Lawinen ums Leben gekommen. Das sind für den Zeitraum vom 1. November bis Mitte Januar doppelt so viele wie im langjährigen Durchschnitt, wie das Österreichische Kuratorium für alpine Sicherheit mitteilte. Auch in Bayern gab es Tote: Anfang Januar starb eine 20-jährige Frau auf dem Teisenberg im Berchtesgadener Land in einer Lawine. Ein 44-jähriger Skifahrer aus dem oberbayerischen Penzberg wurde am Blomberg bei Bad Tölz von einem Baum erschlagen.

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    • BR24 Redaktion
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