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Manager unter Betrugsverdacht | BR24

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Bildrechte: pa/dpa/Ralf Hirschberger

Tower des Hauptstadtflughafens BER

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    Manager unter Betrugsverdacht

    Beim Bau des Hauptstadtflughafens BER stehen leitende Mitarbeiter offenbar unter Betrugsverdacht. Laut "Bild am Sonntag" wurden u.a. überhöhte Rechnungen großer Firmen abgenickt. Es ermittle die Anti-Korruptionsbeauftragte der Flughafengesellschaft.

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    Die Führungskräfte der unendlichen Berliner Großbaustelle sollen sich explizit gegenüber den Unternehmen Siemens, Bosch und der Telekom-Tochter T-Systems auffällig großzügig gezeigt haben. Überhöhte Rechnungen seien ohne Beanstandung gezahlt worden.

    Fast alle Forderungen bewilligt

    Manager der Flughafengesellschaft hätten bis zur Absage des Eröffnungstermins Mitte 2012 fast jede Forderung der drei Firmen bewilligt, meldete das Blatt unter Berufung auf interne Dokumente. So habe etwa der Siemens-Konzern nachträglich 22 Millionen Euro erhalten, nachdem er wegen zusätzlicher Leistungen 22,9 Millionen Euro aufgeschlagen hatte. Bei T-Systems zahlte die Flughafengesellschaft dem "BamS"-Bericht zufolge 99 Prozent der Nachforderungen.

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    Juristen des Unternehmens nannten derart hohe Nachzahlungsquoten "einmalig und verdächtig". Die Konzerne wollten den Bericht nicht kommentieren. Ein BER-Sprecher betonte, "sämtliche seit Projektbeginn geleisteten Zahlungen werden einer nochmaligen, gesamthaften Prüfung unterzogen".

    Der neue Technikchef des Flughafens, Jörg Marks, war laut "Bild am Sonntag" bis vor einem Jahr als Siemens-Regionalleiter Ost tätig. Und damit auch für die Flughafenaufträge des Unternehmens zuständig.