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Mallorca sagt Sauftourismus mit neuen Benimmregeln den Kampf an | BR24

© dpa

Blick auf Carrer Pare Bartomeu Salva, die berühmte sogenannte "Schinkenstraße"

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    Mallorca sagt Sauftourismus mit neuen Benimmregeln den Kampf an

    Keine Drinks mehr auf der Schinkenstraße: Die Stadtverwaltung von Palma de Mallorca will den Sauftourismus ab der neuen Saison weiter eindämmen. Vor wenigen Wochen verabschiedete sie einen neuen Maßnahmenkatalog gegen Alkoholexzesse am Ballermann.

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    Besonders strenge Regeln sollen für Bars und Biergärten rund um die berüchtigte "Schinkenstraße" gelten, die künftig eingezäunt und von der Straße abgetrennt sein müssen. Damit soll verhindert werden, dass Touristen ihre Drinks auf dem Bürgersteig konsumieren.

    Zustimmung zu neuen Auflagen von Wirten der "Schinkenstraße"

    Barbetreiber befürworten die Regeln, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur an der Playa de Palma ergab. Aus dem populären Partylokal "Bierkönig" heißt es, die neuen Regeln würden befürwortet: "Sie erlauben, asoziales Verhalten, Alkoholkonsum auf der Straße und Straßenhandel zu unterbinden." Für die Umsetzung sei allerdings eine höhere Polizeipräsenz erforderlich. "Das verbessert die Sicherheit für uns alle – Anwohner, Gäste und Lokale." Gerlinde Weininger, Chefin der Restaurantkette "Münchner Kindl", betonte: "Die Benimmregeln sind leider für einige wenige notwendig, die sich nicht zu benehmen wissen. Nur so kann der Partytourismus, der ja an sich nichts Schlechtes ist, aufrecht erhalten werden." Auch aus dem Partylokal "Bierkönig" hieß es, die Auflagen - mit denen unter anderem Alkohol in Schaufenstern und Sonderangebote wie die "Happy Hour" verboten werden - seien zu begrüßen.

    Begrüßung der Maßnahmen gegen Alkoholexzesse durch die Anwohner

    Anwohner hatten seit Jahren ein hartes Vorgehen gegen die öffentlichen Saufgelage und den Lärm gefordert - und freuen sich über die Maßnahmen der Stadtverwaltung gegen die ausschweifenden Saufgelage. Die Maßnahmen seien ein Schritt hin zu einem besseren Miteinander, sagte Biel Barceló, Chef der Nachbarschaftsvereinigung Playa de Palma. 

    Empfindliche Geldbußen für Sauftouristen drohen

    Drastisch erhöhte Geldbußen für Touristen und Wirte sollen zur Einhaltung der Regeln anspornen. Bis zu 3.000 Euro beträgt die Mindeststrafe bei Vergehen gegen die neuen Regelungen. Allerdings mit Augenmaß, wie ein Sprecher der Stadt Palma erklärt: "Niemand kriegt Ärger, nur weil er ein Bier auf offener Straße trinkt." Es gehe darum, unsittliches Verhalten zu unterbinden, nicht mehr und nicht weniger. "Wenn Menschen auf der Straße urinieren, sich übergeben oder andere Urlauber belästigen, schreiten wir ein - und dann wird es Strafen geben."