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Madeira: Suche nach Ursache des Busunglücks - Maas vor Ort | BR24

© dpa/Armando Franca

Außenminister Heiko Maas (3.v.r) und der portugiesische Außenminister Augusto Santos Silva (2.v.l) stehen an der Unfallstelle des Busunglücks.

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Madeira: Suche nach Ursache des Busunglücks - Maas vor Ort

Nach dem Busunglück mit 29 Toten auf Madeira sind noch viele Fragen offen. Außenminister Maas reiste zum Unglücksort. Bis morgen herrscht Staatstrauer in Portugal.

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Auch am zweiten Tag nach dem schweren Busunfall auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira ermitteln die Behörden weiter zur Unfallursache und versuchen, die hauptsächlich deutschen Opfer zu identifizieren. Augenzeugen zufolge könnte das Unglück mit 29 Toten auf ein Bremsversagen zurückgehen. Der verletzte Busfahrer konnte bislang nicht befragt werden.

Außenminister Maas vor Ort

Außenminister Heiko Maas (SPD) war gestern auf die portugiesische Atlantikinsel gereist. Er traf dort seinen Amtskollegen Augusto Santos Silva, besuchte die Unglücksstelle, an der er einen Kranz niederlegte, und dankte den Hilfskräften.

"Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Verletzten, die transportfähig sind, nach Hause zu bringen", Heiko Maas, Bundesaußenminister

Außerdem würden die Angehörigen der Gestorbenen informiert. Ein weiterer Termin des Ministers vor der Rückreise nach Deutschland war ein Besuch im Krankenhaus.

27 Deutsche unter den Toten

Unter den 29 Toten sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin wahrscheinlich 27 deutsche Staatsangehörige. Nach portugiesischen Medienberichten könnten auch zwei Einheimische ums Leben gekommen sein. Die Identifizierung der Opfer soll nach Angaben des Krankenhauses Dr. Nélio Mendonça in Funchal voraussichtlich bis morgen abgeschlossen sein.

27 Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, die meisten von ihnen sind laut Medienberichten ebenfalls Deutsche. Unter den Verletzten sind auch der portugiesische Busfahrer und ein Reiseführer gleicher Nationalität.

Urlauber planten ein traditionelles Abendessen

Die Urlauber wollten am Mittwoch vom Hotel Quinta Splendida im östlich der Inselhauptstadt gelegenen Ort Caniço zu einem traditionellen Abendessen nach Funchal. Ihr Bus fuhr eine leicht abschüssige Straße hinunter und bog dann links ab. In der Kurve kam er - nur rund 250 Meter vom Hotel entfernt - von der Fahrbahn ab. Der Bus stürzte mehrere Meter tief und schlug in ein Haus ein.

Der verunglückte Bus war erst fünf bis sechs Jahre alt. Der Mann am Steuer galt als erfahrener Fahrer. Die Behörden warnten vor vorschnellen Festlegungen auf eine Unfallursache, bevor eindeutige Ermittlungsergebnisse vorliegen.

Staatstrauer bis Samstag

Noch bis morgen gilt in ganz Portugal eine dreitägige Staatstrauer.

Die sehr gebirgige "Blumeninsel" Madeira ist neben der Algarve das beliebteste Reiseziel der Deutschen in Portugal.

© BR

Nach dem Busunfall auf Madeira suchen die Behörden weiter nach der Unfallursache und versuchen, die Opfer zu identifizieren.