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Macron legt sich mit israelischen Polizisten an | BR24

© dpa-Bildfunk/Oded Balilty

Emmanuel Macron bei seinem Besuch in der Jerusalemer Altstadt.

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    Macron legt sich mit israelischen Polizisten an

    Macron ist in Jerusalem mit einem israelischen Polizisten aneinandergeraten, der vor seinem Besuch die St.-Anna-Kirche betrat. Macron fühlte sich provoziert, weil die Kirche im französischen Nationalbesitz und ihr Schutz Aufgabe Frankreichs ist.

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    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich bei einem Besuch in der Jerusalemer Altstadt ein Wortgefecht mit israelischen Sicherheitskräften geliefert. "Jeder kennt die Regeln", rief er in englischer Sprache am Mittwoch vor einem Besuch der St.-Anna-Kirche, wie etwa auf einem Video einer Journalistin der französischen Zeitung "Le Parisien" zu sehen war.

    Schutz der Kirche ist Aufgabe Frankreichs

    Die St.-Anna-Kirche ist im französischen Nationalbesitz, es ist die Aufgabe Frankreichs, das Gebäude zu schützen. Nach französischen Medienberichten verließen die israelischen Sicherheitskräfte die Kirche. Élysée-Kreise bestätigten den Vorfall. Die Lage hätte sich schnell wieder entspannt und Macron habe seinen Besuch fortsetzen können.

    Israelischer Polizist betritt St.-Anna-Kirche vor Macron

    Der Zeitung nach ärgerte sich Frankreichs Staatschef über israelische Polizisten. Einer von ihnen hat demnach die von einem französischen Orden betreute Kirche in der Altstadt betreten. Die Sicherheitskräfte von Macron seien daraufhin eingeschritten. "Mir gefällt nicht, was Sie direkt vor mir gemacht haben", so Macron. Alle sollten die seit Jahrhunderten geltenden Regeln respektieren. "Sie werden sich mit mir nicht ändern", sagte Macron weiter auf Englisch. Niemand müsse provozieren.

    Präsident entschuldigte sich im Anschluss für die Diskussion

    Ein Sprecher der israelischen Polizei sagte, Macron sei entsprechend vorheriger Absprachen von zwei israelischen Sicherheitsleuten beim Besuch der Kirche begleitet worden. Der Präsident habe sich im Anschluss an den Besuch für die Diskussion zwischen israelischen und französischen Sicherheitskräften entschuldigt.

    Der Vorfall erinnert an eine Szene, die sich 1996 in der Jerusalemer Altstadt abspielte. Damals hatte sich Präsident Jacques Chirac bei einem Besuch des muslimischen Teils der Altstadt über die massive israelische Polizeipräsenz geärgert und von einer "bewussten Provokation" gesprochen. Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 den arabischen Ostteil Jerusalems erobert und beansprucht die ganze Stadt als seine Hauptstadt. Die Palästinenser fordern den Ostteil dagegen als Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates.

    Macron ist für Holocaust-Gedenkveranstaltung in Israel

    Macron ist anlässlich des Internationalen Holocaust-Forums nach Israel gereist. Staatsgäste aus fast 50 Ländern nehmen am Donnerstag an einer Holocaust-Gedenkveranstaltung in Jerusalem teil, unter ihnen auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Anlass ist der 75. Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee.

    Macron war bereits am Dienstagabend angereist und hatte am Morgen etwa den israelischen Staatspräsident Reuven Rivlin und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu getroffen. In Jerusalem herrschen wegen des größten Staatsereignisses in der Geschichte des Landes strikte Sicherheitsvorkehrungen mit starker Polizeipräsenz.