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Machtkampf in Venezuela: Opposition startet "Operation Freiheit" | BR24

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Mit Kundgebungen in einigen hundert Städten haben tausende Venezolaner gegen die anhaltenden Stromunterbrechungen protestiert. Im Zentrum der Hauptstadt Caracas kamen auch zahlreiche Anhänger des umstrittenen Präsidenten Nicolás Maduro zusammen.

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Machtkampf in Venezuela: Opposition startet "Operation Freiheit"

In Venezuela haben erneut Tausende Anhänger des selbst ernannten Übergangspräsidenten Guaidó protestiert. Sie fordern den Rücktritt von Staatschef Maduro. Auch dieser mobilisierte seine Unterstützer.

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Venezuelas Opposition hat mit Kundgebungen gegen die seit einem Monat anhaltenden Stromunterbrechungen protestiert. Der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó stellte die Demonstrationen als Beginn der "Operation Freiheit" vor, die den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro zum Rücktritt drängen soll.

"Wir fordern nicht nur Wasser und Licht, sondern auch Demokratie und Zukunft", sagte Guaidó auf der Hauptkundgebung in Caracas. Maduro halte sich nur mithilfe der bewaffneten paramilitärischen Gruppen an der Macht, so der Oppositionsführer, mehr als 90 Prozent der Bevölkerung wollten seiner Meinung nach einen Regierungswechsel.

Internationale Konferenz angekündigt

Guaidó rief seine Anhänger auf, am Mittwoch mit doppelter Kraft erneut auf die Straßen zu gehen. Er kündigte auch eine internationale Konferenz an, die in Venezuela über die Überwindung der gegenwärtigen politischen und sozialen Krise debattieren solle. Er gab allerdings keinen genauen Termin für dieses Treffen an.

Bei den Protesten kam es offenbar zu Zwischenfällen. Zwei Abgeordnete der Opposition seien bei einer Kundgebung in Maracaibo von Sicherheitskräften vorübergehend festgenommen worden, erklärten die betroffenen Parlamentarier dem Sender VPItv. Bei Zusammenstößen mit der Polizei seien zudem in Maracaibo rund 30 Demonstranten verletzt worden, berichtete die Zeitung "El Nacional".

Auch Proteste für Maduro

Die sozialistische Regierungspartei PSUV rief ihre Anhänger ebenfalls zu einer Demonstration vor dem Präsidentenpalast Miraflores in Caracas zur Unterstützung Maduros und "gegen den Imperialismus" auf.

Weitere Sanktionen verhängt

Guaidó wurde diese Woche seine Immunität als Parlamentspräsident aberkannt. Damit droht ihm die Verhaftung. Er zeigte sich jedoch unbeugsam. Die USA und die meisten anderen westlichen Staaten erkennen ihn als legitimen Staatschef Venezuelas an. Sie warnen Maduro vor einer Festnahme Guaidós. Die USA verhängten bereits am Freitag weitere Sanktionen gegen das Land.