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Kritik an Hans-Georg Maaßen wächst in den eigenen Reihen (Archivbild)

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    Maaßen-Tweet gegen Baerbock: Unionsspitze übt scharfe Kritik

    Angesichts eines Tweets gegen die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wächst innerhalb der Union die Kritik an Ex-Verfassungsschutzchef und CDU-Bundestagskandidat Hans-Georg Maaßen. Die CSU sieht in Maaßen gar eine "Belastung" im Wahlkampf.

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    • BR24 Redaktion

    Ein Tweet von Ex-Verfassungsschutzchef und CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen der sich gegen die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, richtet, sorgt nun auch in der Union für Empörung. "Ich empfinde ihn tatsächlich als Belastung im Wahlkampf", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Sonntag im "Bild"-Politiktalk "Die richtigen Fragen".

    Ähnlich äußerte sich CSU-Vizechefin Dorothee Bär gegenüber der "Welt": "Von solchen unsäglichen Tendenzen sondern wir uns ganz deutlich ab. Ich möchte einen fairen Wahlkampf, in dem niemand aufgrund irgendwelcher Namen diskreditiert wird."

    ACAB-Tweet diffamiert Grünen-Chefin Baerbock

    Maaßen hatte die Anfangsbuchstaben von Baerbocks vollständigem Namen mit dem polizeifeindlichen Kürzel "ACAB" ("All Cops are Bastards" - "alle Polizisten sind Mistkerle") in Verbindung gebracht. "ACAB" gilt als diffamierende Formulierung, der Begriff wird unter anderem von Hooligans bei Fußballspielen genutzt, um Polizisten zu provozieren.

    Am Samstagabend hatte Maaßen auf Twitter geschrieben: "Annalena Charlotte Alma Baerbock = ACAB = All Cops Are Bastards. Zufall oder Chiffre?" Er verwies in dem Zusammenhang auf einen Bericht darüber, dass Baerbock Sicherheitsbehörden auf rechtsextreme Gruppen prüfen lassen wolle.

    Unions-Politiker kritisieren Maaßen

    Mit seinem Tweet löste er eine Welle der Empörung aus. Der Vergleich von Maaßen sei "absurd", sagte Bär. Blume betonte, dass der CDU-Bundestagskandidat "die Koordinaten immer ein bisschen verunklaren" würde und bezog sich auf Maaßens Umgang mit der AfD. Dabei sei aber nur eins richtig: "Ganz klare Abgrenzung." Denn: "Du kannst ein Stinktier nicht überstinken."

    Auch der Sieger der Wahl in Sachsen-Anhalt, CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff, sagte am Wahlabend in der Sendung "Bild live", diejenigen, "die in Ostdeutschland schwierige Personen darstellen, die kommen alle aus dem Westen". Auch Maaßen sei "nicht bei uns sozialisiert worden", betonte der Ministerpräsident. Er forderte, wieder "eine politische Kultur zu pflegen, die bestimmte Ausfälle vermeidet". Maaßen bewirbt sich für die CDU in Süd-Thüringen um ein Bundestagsmandat.

    Göring-Eckardt: Tweet "weit unter der Gürtellinie"

    Grünen-Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt nannte den Tweet in der Berliner Runde als Beispiel dafür, wie im Bundestagswahlkampf "auf die einzige Frau im Rennen gerade draufgehauen wird", mit Vorwürfen "weit unter der Gürtellinie". Dies entmutige viele andere Frauen, in der Politik überhaupt eine Rolle spielen zu wollen. Der CDU warf Göring-Eckardt vor, "einen solchen Verschwörungstheoretiker" zu unterstützen und ihn Teil der nächsten Bundestagsfraktion werden zu lassen.

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